Eltern-Taxis, welche die Zufahrten zu den Schulzentren verstopfen und an unübersichtlichen Orten gefährlich parkiert werden, sind vor allem am Schuljahresbeginn immer wieder ein Thema. Die az Aargauer Zeitung wollte wissen, wie sich die Eltern am ersten Schultag ihrer Sprösslinge in Wohlen verhielten und nahm in der Schulanlage Bünzmatt einen Augenschein.

Sehr erfreulich: Die grosse Mehrheit der Wohler Abc-Schützen wurde nicht chauffiert, sondern kam in Begleitung der Eltern zu Fuss zum Schulhaus. Nur vereinzelte Eltern brachten ihre Sprösslinge im Auto. Sowohl bei der Schulanlage Bünzmatt als auch bei den anderen drei Primarschulhäusern Junkholz, Halde und Anglikon waren am Montagmorgen laut Beobachtungen der Schulleitungen nur wenige Elterntaxis zu beobachten.

Auch in Wohlen ein Dauerproblem

Grundsätzlich aber, so Wohlens Schulverwalter Ernesto Hitz, seien die Elterntaxis in Wohlen, wie fast überall, ein ärgerliches Dauerproblem. Schulleiter und Lehrkräfte müssten die Autofahrten zur Schule unermüdlich thematisieren.

Hitz geht davon aus, dass dies auch an den bald folgenden Elternabenden der Erstklässler der Fall sein wird. Laut Markus Walter, Schulleiter der Primarschule Halde, werden die Eltern nicht nur mündlich und schriftlich auf die unnötigen Taxidienste hingewiesen: «Auch die Regionalpolizei versucht diese Fahrten zu unterbinden, die Polizei bringt sie jeweils bei ihren Sicherheitsdienstlektionen in den ersten Primarklassen zur Sprache.»

Die Zahl der Wohler Erstklässler ist stark gestiegen. 170 Kinder hatten gestern ihren ersten Schultag und somit 40 mehr als vor einem Jahr. 140 der 170 gehen in die 1. Primar, 30 in die Einschulungsklasse (EK). Laut Schulverwalter Ernesto Hitz bleibt Wohlen die grosse Zahl der Abc-Schützen im nächsten Jahr erhalten, die Kindergärten seien aktuell sehr gut belegt.

Die steigenden Schülerzahlen nötigen Wohlen zu hohen Investitionen. Laut der aktuellen Schulraumplanung sind in den nächsten Jahren nach ersten Schätzungen Um- und Neubauten für rund 22 Mio. nötig, um die Infrastruktur den Erfordernissen anzupassen. Vorgesehen sind unter anderem der Bau eines neuen Bezirksschulhauses und einer Doppelturnhalle.