Villmergen
Das leerstehende Schulhaus in Hilfikon ist zu verkaufen

Der Gemeinderat führt zurzeit konkrete Verhandlungen mit zwei Bewerbern, die das leerstehende Schulhaus in Hilfikon kaufen möchten.

Jörg Baumann
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Das Schulhaus im Villmerger Ortsteil Hilfikon steht seit fast zwei Jahren leer und soll nun verkauft oder vermietet werden. AW

Das Schulhaus im Villmerger Ortsteil Hilfikon steht seit fast zwei Jahren leer und soll nun verkauft oder vermietet werden. AW

Seit Mitte 2009 steht das Schulhaus in Hilfikon leer. Mit der Fusion von Hilfikon mit Villmergen wird es nicht mehr gebraucht. Die Hilfiker Schülerinnen und Schüler besuchen die Schulen in Villmergen. Deshalb soll das 1996 erstellte Schulhaus verkauft oder vermietet werden. Das ist landesweit ein häufiger Fall, weil die Schülerzahlen zurückgehen.

Verhandlungen im Gang

Das Geschäft mit dem Schulhaus Hilfikon konnte noch nicht abgeschlossen werden, teilt der Villmerger Gemeindeammann Paul Meyer mit. Der Gemeinderat stehe mit zwei Bewerbern in Verhandlung. Bisher kam es aber noch nicht zum Vertragsabschluss. Meyer möchte «möglichst schnell» zu einem Resultat kommen und den Verkauf oder die Vermietung an die nächste Winter-Gemeindeversammlung bringen.

Den Verkaufspreis oder den Mietzins will er nicht nennen. «Das ist Verhandlungssache», sagt er. Denn es sei naturgemäss nicht einfach, einen Käufer oder einen Mieter für ein Schulhaus zu finden. So bestimme halt der Markt den Preis. Wenn eine Firma das Schulhaus erwerben oder mieten wolle, dann müsse sie dieses zuerst für ihre Zwecke umfunktionieren, erläutert der Gemeindeammann. Das könnte unter Umständen nicht rentabel sein. Das Schulhaus sei besonders gut für eine Privatschule geeignet, dann müsste es nicht umgebaut werden, sagt Meyer.

Das Gebäude ist in einem tadellosen Zustand. Es besteht aus vier Schulzimmern, Gruppen- und Materialräumen, einem Aufenthaltsraum mit einer Küche, einem Lehrerzimmer, einem Mehrzweck- und Gymnastikraum und Dusch- und WC-Anlagen. Einzige Auflage für allfällige Käufer: Den Aussenplatz möchte die Gemeinde der Öffentlichkeit als Spielplatz zur Verfügung stellen.

Ab 1860 ein Schulhaus

Für den Schulunterricht im Dorf sorgte der Gemeinderat von Hilfikon ab 1809. Die Schule war in Privaträumen eingerichtet. Der Unterricht fand hauptsächlich im Winter statt. Mit der Schule musste Hilfikon zeitweise nach Villmergen ausweichen. 1860 konnte in Hilfikon das erste eigene Schulhaus bezogen werden.

Auskünfte über das Schulhaus Hilfikon gibt die Bauverwaltung Villmergen (Telefon 056 619 59 40). Bilder und Pläne können auf der Homepage www.villmergen.ch, im Verzeichnis Wirtschaft, Liegenschaften spezial) abgerufen werden. Angebote sind an den Gemeinderat, Schulhausstrasse 17, Villmergen, zu richten.

Gemeindehaus wird nicht verkauft

Anders als das Schulhaus will der Gemeinderat Villmergen das 1981 bezogene Gemeindehaus in Hilfikon nicht veräussern, sondern behalten. Die Wohnungen im Gemeindehaus sind alle vermietet und werfen eine Rendite ab. Besonders wertvoll ist der Gemeindesaal, der mit grossem Erfolg an Vereine oder Private vermietet wird und für sonstige öffentliche Anlässe dient. Die Kanzleiräume sollen laut Meyer zu einer Küche und zu einem Magazin für die Tische und Stühle umgebaut werden.