Bremgarten
«Das Jahr 2014 ist der Berufsbildung gewidmet»

Beim Dreikönigsanlass der CVP Bezirk Bremgarten verzichtete man bewusst auf politische Debatten. Stattdessen stand besinnliche Auseinandersetzung mit wichtigen Themen im Vordergrund.

Patrick Züst
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Crispiano Bergamaschi, Direktionspräsident der FHNW, lobte in seiner Rede die Einzigartigkeit des Schweizer Ausbildungssystems. Patrick Züst

Crispiano Bergamaschi, Direktionspräsident der FHNW, lobte in seiner Rede die Einzigartigkeit des Schweizer Ausbildungssystems. Patrick Züst

«Heute ist kein Tag für kämpferische Worte, schliesslich sind wir in einem Gotteshaus», stellte Harry Lütolf, Vizepräsident der CVP Bezirk Bremgarten, am vergangenen Sonntag zu Beginn des Abends klar. Für einmal beschäftigte man sich bei der Bezirkspartei nicht mit parteipolitischen Diskussionen oder Wahlkampfstrategien, sondern wollte miteinander in einem besinnlichen Rahmen über wichtige Themen nachdenken. Die Kapuzinerkirche in Bremgarten, noch weihnachtlich dekoriert, bot ein feierliches Ambiente und war fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

Gedanken zum neuen Jahr

Mit Crispiano Bergamaschi, Direktionspräsident der Fachhochschule Nordwestschweiz, holte sich die CVP einen renommierten Redner. Der Wohler legte den Fokus auf das Schweizer Ausbildungssystem: «Das Jahr 2014 ist der Berufsbildung gewidmet. Dass man sich in der Schweiz nach der Volksschule für eine Berufslehre oder eine weiterführende Schule entscheiden kann, ist etwas ganz Tolles. Diese Dualität macht die Schweiz einzigartig», lobte er. «Wir haben ihr viel zu verdanken, jedoch liegt es auch an uns, dieses System aufrechtzuerhalten.»

Der gelernte Elektromechaniker steht seit Januar 2011 an der Spitze der Fachhochschule. Er zeigte auf, wie wichtig es ist, Jugendliche beim Ausbildungsprozess zu unterstützen: «Es ist unsere Aufgabe, jedem eine Chance zu geben, sich zu integrieren und weiterzuentwickeln. Macht man eine Lehre, ist das heute keine Einbahnstrasse mehr. Man hat unglaublich viele Möglichkeiten, und diese Transparenz ist etwas Irrsinniges.»

«Volksnähe zeichnet uns aus»

Auch Harry Lütolf, Vertreter des Parteipräsidenten Karl-Heinz Graf, erinnerte an die Verantwortung der Bevölkerung: «Das C im Parteinamen steht für christlich. Wir sollten nicht nur davon reden, sondern auch so handeln.» Die CVP blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Bei den kantonalen Abstimmungen wie auch bei den Wahlen in den Gemeinden hat sie gut abgeschnitten. Dass so viele Ämter durch CVP-Mitglieder besetzt sind, ist für Lütolf nachvollziehbar: «Ohne die CVP würde unser Politsystem nicht so reibungslos funktionieren. Wir sind sehr nahe beim Volk – das zeichnet uns aus.»

Diese Volksnähe zeigte sich auch in der Auswahl der Band, die den Anlass musikalisch untermalte. Mit der «insieme Musig-Bänd» entschied man sich für eine Gruppierung, die sich aus Menschen mit einer geistigen Behinderung zusammensetzt. Mit viel Elan und grossem Einsatz schafften es die Musiker, ihre Freude zur Musik auch auf das Publikum zu übertragen. Und spätestens nach der dritten Zugabe war allen klar, dass sie die wirklichen Könige des Bremgarter Dreikönigstages waren.