So heiss ging es in der 39-jährigen Geschichte des Motocross Muri noch nie zu und her. Nicht etwa wegen den Rennen an sich, sondern weil das Thermometer gegen 30 Grad kletterte. Schattenplätze waren schnell besetzt, und wer die spannenden Rennen möglichst nahe verfolgen wollte, schützte sich mit Hut, Sonnenschirm, Tüchlein und Sonnencreme, denn sonst war diese Veranstaltung inklusive Sonnenbrand. Wer gesundheitliche Probleme wegen der Hitze bekam, war an den Stützpunkten der Samariter gut aufgehoben.

Schutz vor der sengenden Sonne gab es für die Fahrer nur im Fahrerlager. Sonst waren sie der Hitze ausgeliefert. Man konnte nur ahnen, was es heisst, in Schutzbekleidung bei 30 Grad höchste Leistungen zu erbringen. Auf die Spannung der Rennen hatte diese zusätzliche Belastung der Fahrer keinen Einfluss: Sie gaben alles, um vordere Ränge herauszufahren. Die Piste präsentierte sich in einem hervorragend präparierten Zustand, der organisierende Motorradsportclub (MRSC) Muri hatte sie schon lange vor dem gestrigen Tag bewässert. Nur so konnte die Rennstrecke griffig gehalten und die Staubbelastung des Publikums einigermassen in Grenzen gehalten werden.

Weniger Zuschauer

Natürlich hatte die grosse Hitze Auswirkungen auf den Publikumsaufmarsch. Die Alternative, in die Badi zu gehen oder eine Bergwanderung zu machen, lag nahe. Entsprechend erreichten die Eintritte an das Motocross Muri keine Rekordzahlen. Die Fans dieser Sportart waren dennoch an der Aspi-Piste vertreten und sorgten dafür, dass sowohl für die Fahrer als auch für das Publikum die Stimmung hervorragend war. Besonders freuen konnten sich die Festwirtschaft und die Glacéverkäufer: Gekühlte Getränke und die kalten Schleckereien waren gefragt wie noch nie.