Auch sonst ist der Ersatzbau für den Forstbetrieb Region Muri weitestgehend aus Schweizer Holz gebaut. Dafür wurde Regierungsrat Stephan Attiger als Bauherr die Auszeichnung «Herkunftszeichen Schweizer Holz» überreicht. Er zeigte sich stolz, dass Nachhaltigkeit sogar beim Betonieren Priorität hatte und Recycling-Beton verwendet wurde. «Ein Drittel des Kantons Aargau ist Wald, die nahe Natur und der Wald machen unseren Kanton für die Bevölkerung attraktiv», betonte er. Deshalb sei es wichtig, den Wald zu pflegen und den Forstarbeitern gute Arbeitsbedingungen zu bieten.

Der neue Forstwerkhof sei Spiegel für den Forstberuf und den Forstbetrieb, unterstrich Kantonsbaumeister Urs Heimgartner: «nachhaltig, fortschrittlich und weitsichtig». Dank einer weitsichtigen Planung sei der Bedarf nach einem neuen Forstwerkhof in Muri rechtzeitig erkannt worden. Der Ersatzneubau lasse sich sehen. «Er weist nicht nur eine elegante Struktur aus heimischem Holz auf, sondern ist auch funktional».

Die Personal- und Arbeitsräume seien zweckmässig und die Ausstattung modern. «Der Forstwerkhof Maiholz ist deshalb zu einem Arbeitsplatz geworden, der optimal auf die Bedürfnisse der Forstarbeit ausgerichtet ist.» Das Ergebnis sei nur möglich gewesen, weil zwischen den Nutzern und der Abteilung Immobilien Aargau eine gute Zusammenarbeit bestanden habe.

Offen für andere

Ueli Küng, Präsident der Betriebskommission Forstbetrieb Region Muri, erinnerte an die Anfänge in einer kleinen Waldhütte. 1996 fand die Fusion zum Forstbetrieb Muri-Aristau-Staatswald statt. Ab 2004 kamen die Ortsbürgergemeinden Boswil, Bünzen und Besenbüren dazu. «Wir bewirtschaften heute rund 675 Hektaren öffentlichen und 200 Hektaren privaten Wald», stellte Küng fest und unterstrich: «Die Infrastruktur ist geschaffen, damit unser Forstbetrieb für die Zukunft gewappnet ist. Sollte sich die Möglichkeit ergeben, mit weiteren Partnern zusammenzuarbeiten, können wir uns das auch gut vorstellen».

Gemeindepräsident Hampi Budmiger machte deutlich, dass die Gemeinde Muri nicht nur aus Klosteranlage und Fussballplatz bestehe. «Die Waldfläche, die vom Forstbetrieb betreut wird, ist 200 Mal grösser als die Fläche des Klosterareals oder 800 Mal grösser als ein Fussballfeld.» Entsprechend müssten wir auch dem Wald die notwendige Bedeutung beimessen. Er dankte deshalb auch den Mitarbeitenden des Forstbetriebs unter der Leitung von Förster Beat Bossert für ihren täglichen Einsatz.