Niederwil
Das «Gnödeli» in Niederwil aufwendig und gediegen erneuert

Das bekannte Restaurant Gnadenthal in Niederwil wurde in knapp eineinhalb Jahren für 3 Millionen Franken renoviert und vergrössert. Jetzt ist es wieder geöffnet.

Lukas Schumacher
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Besichtigung des neuen Restaurant-Anbaus; rechts Architekt Adrian Haslimeier.sl

Besichtigung des neuen Restaurant-Anbaus; rechts Architekt Adrian Haslimeier.sl

Das öffentliche Restaurant Gnadenthal auf dem Gelände des Pflegezentrums Reusspark ist wieder geöffnet. Innert 16 Monaten sind die Gasträume des «Gnödeli» saniert und neu ausgestattet worden.

Zusätzlich entstand beim Hauptgebäude ein moderner, lichtdurchfluteter Anbau. Den gediegen restaurierten Klosterkeller im Untergeschoss kann man jetzt direkt über einen Zugang vom Restaurant aus erreichen. Eine komfortable neue Wohnung ergänzt die Sanierung und Erweiterung der Gaststätten-Liegenschaft.

«Grosser immaterieller Gewinn»

In Anwesenheit von 50 geladenen Gästen wurde Wiedereröffnung gefeiert. Reusspark-Direktor Thomas Peterhans sprach von einem mutigen Schritt. Die grosszügige, gelungene Erneuerung sei mittel- und langfristig von Bedeutung für eine vorteilhafte Entwicklung des ganzen Reussparks.

Die drei Millionen Franken, die der Trägerverein Gnadenthal investiert hat, werden «grossen immateriellen Gewinn» zugunsten der Reusspark-Bewohner abwerfen.

Das an der Generalversammlung Ende Oktober 2010 in die Wege geleitete Ziel sei erreicht worden, freute sich Vereinspräsident Werner Huber, Wohlen. «Wir standen damals ja vor der Frage, das Restaurant zu schliessen, es sanft zu renovieren, es abzubrechen und Wohnungen zu erstellen.»

Er sei zuversichtlich, dass die umfassende Erneuerung und der Weiterbetrieb der 250-jährigen Traditionsgaststätte von auswärtigen Gästen wie auch von Bewohnern und Mitarbeitenden des Reussparks als Bereicherung wahrgenommen werden.

Man habe versucht, Alt und Neu geschickt zu kombinieren und dennoch deutlich abzutrennen, sagte der junge Architekt Adrian Haslimeier (Nussbaumen). So blieb das Äussere der altehrwürdigen Gaststätte auf drei Seiten unverändert.

Als gut sichtbare Ergänzung wurde auf der westlichen Gebäudeseite, in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege, ein moderner Anbau realisiert. Über diesen Annexbau wird auch der restaurierte Klosterkeller erschlossen.

Das erneuerte Restaurant leitet Roger Hiltwein nicht als Pächter, sondern als Reusspark-Angestellter. Hiltwein und sein junges Team setzen auf saisonale Gerichte.

Der neue «Gnadenthal»-Restaurateur, ursprünglich kaufmännisch ausgebildet, hat grosse Erfahrung in der Gästebewirtung. Zuletzt war er Chef de Service im bekannten Hotel Krone in Lenzburg.

Das Restaurant Gnadenhalt ist an allen sieben Wochentagen geöffnet. Wichtiger Teil der Gaststätte ist die Gartenwirtschaft mit rund 150 Plätzen.

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