Beim Schulhaus Risi wurde am Samstagmorgen Heizöl angeliefert. Beim Pumpen kam es zu einer Tanküberfüllung, wodurch 200 bis 300 Liter überliefen und via Sickerleitung zum Teil in die Bünz gelangten. Das erklärt Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau auf Anfrage. Bei der Polizei ging die Meldung um 10 Uhr ein. 

Ölfilm auf dem Fluss

Aktuell sind die Feuerwehren Wohlen und Maiengrün im Einsatz. Sie errichteten bachabwärts eine Ölsperre und konnten so einen Grossteil des Öls zurückhalten und abschöpfen. Ein Ölfilm war dennoch bis hinunter zur Mündung in die Aare bei Wildegg sichtbar. Zudem liegt Ölgeruch in der Luft. Wie genau vorgegangen wird, klärt laut Graser ein Umweltfachmann vor Ort ab. Es soll unter anderem kontaminiertes Erdreich abgetragen werden.

Missglückte Heizöllieferung: Hunderte Liter in Bünz geflossen

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Weil der Lieferant in Dottikon den Tank überfüllte, gelangte eine grosse Menge in die Bünz. Mit kiloweise Ölbinder versuchte die Feuerwehr daraufhin, die Flüssigkeit daraus zu entfernen.

Wieviel Öl genau in den Bach geflossen ist, steht noch nicht fest. Soweit bis jetzt erkennbar hat die Verschmutzung nicht zu einem Fischsterben geführt. Die genauen Folgen für die Umwelt müssen Fachleute noch überprüfen.

Nach ersten Erkenntnissen hatte der Lieferant den Schlauch des Tanklastwagens am falschen Anschluss angekoppelt und so das Heizöl in einen noch vollen Tank gepumpt. Die Kantonspolizei Aargau muss die genauen Umstände noch abklären.

(jk/kob)