Wohlen
Das flächendeckende Parkplatz-Konzept kommt

Der Gemeinderat hat eine Spiegelgruppe für die Ausarbeitung eines neuen Parkierungsreglementes gebildet. Bis 2017 soll alles unter Dach und Fach sein.

Toni Widmer
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Die Parkplatzsituation in Wohlen wurde im Hinblick auf das neue Konzept grundsätzlich unter die Lupe genommen.

Die Parkplatzsituation in Wohlen wurde im Hinblick auf das neue Konzept grundsätzlich unter die Lupe genommen.

Toni Widmer

Bis im Juli 2014 war das Parkieren in Wohlen noch vielenorts gratis. Dann trat ein erstes Parkplatzkonzept in Kraft, welches der Einwohnerrat im September 2013 bewilligt hatte. Seither muss man Parkuhren füttern oder bei der Gemeindepolizei eine Parkkarte lösen. Zumindest, wenn man auf dem Jacob Isler- und dem Merkur-Areal, bei der Sporthalle Niedermatten, vor der Gemeindebibliothek, auf dem IBW-Plätzli, bei der Friedhofkirche und beim Schwimmbad parkieren will.
Das Konzept war im Parlament aus zwei Gründen nicht unumstritten. Diskutiert wurde – unter anderem – darüber, warum auf den vorgenannten Plätzen für das Parkieren bezahlt werden müsse, auf anderen aber nicht. Konkret angesprochen wurden damals von Urs Stäger die Parkplätze auf der Sportanlage Niedermatten. Jean-Pierre Gallati wiederum monierte die fehlende Rechtsgrundlage. Man könne nicht aufgrund eines blossen Konzepts Parkgebühren erheben. Wenn schon, dann brauche es dazu ein verbindliches Reglement.

Zweite Etappe in Planung
Jetzt ist die zweite Etappe des Wohler Parkplatzkonzepts in Arbeit. Dabei wurde die Parkplatzsituation in ganz Wohlen unter die Lupe genommen. Laut Gemeinderat Arsène Perroud liegt der Entwurf dazu bereits vor. «Wir haben die ganze Gemeinde angeschaut. Ziel ist es, alle bestehenden Parkplätze der richtigen Nutzung zuzuführen und die nötigen Lenkungsmassnahmen zu treffen», erklärte er.

Steuern will man einerseits die Nutzung der Parkplätze generell, aber auch die Nutzungsdauer. So strebt der Gemeinderat an, dass – beispielsweise – die Parkplätze vor der Badi für Badibesucher reserviert und jene vor den Schulanlagen für Besucher der Schule und/oder für Lehrkräfte. Mit einer entsprechenden Bewirtschaftung der Parkplätze auf der Bahnhofstrasse wiederum soll ein schneller Wechsel erreicht werden. So werden diese nicht über längere Zeit blockiert und dienen den umliegenden Ladengeschäften besser.

Angeschaut wurden vom mit der Planung beauftragten Kernteam auch die «Laternengaragen» entlang der öffentlichen Strassen und ebenfalls in Vorbereitung ist ein eigentliches Parkierungsreglement.

Für eine erste Lesung hat der Gemeinderat eine sogenannte Spiegelgruppe gebildet. Sie ist mit Vertreterinnen und Vertretern von Behörde, Verwaltung und Spezialkommissionen, Einwohnerratsfraktionen, Handwerker- und Gewerbeverein, Sportvereinen und Schule breit abgestützt.

Laut Fahrplan soll diese Spiegelgruppe Konzept und Reglement im März erstmals unter die Lupe nehmen. Anhand der Anregungen und Änderungsvorschläge aus dieser Spiegelgruppe wird die Vorlage in der Folge definitiv erarbeitet und dem Einwohnerrat zur Beschlussfassung unterbreitet. Der Gemeinderat geht davon aus, dass Konzept und Reglement bis im Sommer unter Dach und Fach sind und ab 2017 umgesetzt werden können.

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