Mutschellen
Das finanzielle Happy End für das Sportzentrum «Burkertsmatt»

Die definitive Bauabrechnung zum Mutscheller Sportzentrum liegt zwar noch nicht vor. Dennoch steht fest, dass der Rahmenkredit von 27 Millionen Franken der «Burkertsmatt»-Anlage nicht überschritten wird.

Lukas Schumacher
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Höhepunkt 2012: Das grosse Eröffnungsfest des Mutscheller Sport-, Freizeit- und Begegnungszentrums Anfang Juni hielt auch Kleine auf Trab. Archiv/Samuel Schumacher

Höhepunkt 2012: Das grosse Eröffnungsfest des Mutscheller Sport-, Freizeit- und Begegnungszentrums Anfang Juni hielt auch Kleine auf Trab. Archiv/Samuel Schumacher

Die definitive Bauabrechnung zum Mutscheller Sportzentrum liegt zwar noch nicht vor. Grund: Einige bauliche und technische Optimierungsmassnahmen müssen noch ausgeführt und abgerechnet werden. Dennoch steht fest, dass das Kostendach von rund 27 Mio. Franken bestimmt eingehalten wird. Per Ende 2012 waren 26,3 Mio. Franken ausgegeben worden.

Hannes Lattmann, Blerim Pnishi, Mahmut Yogurtcu

Die Abgeordneten des Gemeindeverbandes «Burkertsmatt» wählten den Beriker Hannes Lattmann in die Finanzkommission; er ersetzt Marco Beng. Blerim Pnishi, U23-Spieler des FC Wohlen, hat sich gegen 36 Mitbewerber durchgesetzt. Er wird am 10. August die Stelle des technischen Hauswarts im Mutscheller Sportzentrum antreten. Als neuer Wirt hat Mahmut Yogurtcu soeben das «Burki-Bistro» des Sportzentrums übernommen. Die Betriebsrechnung 2012 des Sportzentrums weist einen Umsatz von je rund 676 000 Franken Aufwand und Ertrag aus. Die Betriebskostenanteile der drei Gemeinden: Berikon rund 165 000 Franken, Rudolfstetten 179 000 und Widen 130 000 Franken. (sl)

Samt den Optimierungsmassnahmen werde man letztlich «rund 150'000 Franken unter dem Kostendach abschliessen», schätzt Marcel Signer, der Vizepräsident des Gemeindeverbandes.

Bauteuerung: 5,3 Mio. Franken

Ende Juni soll die Abrechnung vorliegen. Sie wird dann nach Aarau geschickt, damit der zugesagte Beitrag von 4 Millionen Franken aus dem kantonalen Sport-Toto-Fonds rasch in den drei Mutschellen Gemeinden eintrifft.

Wie an der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes Burkertsmatt erläutert wurde, schlug die Bauteuerung der Jahre 1999 bis 2012 mit 5,3 Mio. Franken zu Buche. Das macht 25 % des Verpflichtungskredits im Betrag von 21,5 Millionen Franken aus, der vor gut 12 Jahren in Berikon, Widen und Rudolfstetten zusätzlich Teuerung genehmigt worden war.

Aus dem üppigen Zahlenwerk zur Erstellung des Sportzentrums: Rund 250'000 Franken Rechtskosten zahlte der Gemeindeverband für die jahrelangen juristischen Streitereien. Gegen 500 000 kostete die Bauherrenberatung, die sich laut Marcel Signer «mehrfach gelohnt hat». 175'000 Franken musste der Verband ausgeben für die Hangsicherung beim Aushub der Baugrube.

Seit einem Jahr Vollbetrieb

Das Sportzentrum hat das erste volle Betriebsjahr hinter sich. «Dank der engagierten Arbeit und grossen Unterstützung vieler Leute fällt das Fazit dieses ersten Jahrs äusserst vorteilhaft aus», sagte Verbandspräsident Peter Spring an der Abgeordnetenversammlung.

Auch die Jugendräume des Zentrums funktionierten gut und würden sehr rege benützt. Erfreulich sei weiter, dass das Zentrum nicht nur dem organisierten Vereinssport zugute komme, sondern auch individuellen Nutzern, so Läufern auf der Rundbahn oder der Finnenbahn, Pétanquespielern oder Kindern auf dem angegliederten Spielplatz.

Betriebskommissionspräsident Erich Näf bezifferte die Auslastung der neuen Dreifach-Halle auf 80 %. Ebenfalls gut sei die Auslastung der Aussenanlagen. Nächster grösserer Anlass auf dem Mutscheller Sportzentrum ist am 9. Mai (Auffahrt) der Cupfinaltag des Aargauischen Fussballverbandes.

Vom Kunstrasen zum Geländer

Zur finanziellen Erfolgsgeschichte des Sportzentrums passt, dass zwei «Brocken» – der nachträglich ins Bauprogramm aufgenommene Kunstrasenplatz und die zusätzliche Rasenbewässerung – den Kreditrahmen keineswegs sprengten.

Gleiches gilt für kleinere Optimierungsmassnahmen, die teils kürzlich realisiert, teils in den nächsten Wochen ausgeführt werden: Montage eines Geländers bei der Aussentribüne, bessere Beleuchtung des Parkplatzareals, Beschattung auf der West-Seite der Sporthalle, Belagseinbau bei Beachvolleyballfeld oder Installation für Handyempfang überall in der Sporthalle.