Spitäler der Region

Das drittgrösste Spital ist schon wieder zu klein

Das Spital Muri muss über einen Ausbau nachdenken.

Das Spital Muri muss über einen Ausbau nachdenken.

Das Kreisspital für das Freiamt befasst sich nur fünf Jahre nach dem letzten Ausbau mit neuen Erweiterungsplänen.

Das Kreisspital Muri stösst nach der letzten Ausbauetappe vor fünf Jahren bereits wieder an seine räumlichen Grenzen. Bei der Erweiterung des Spitals nahm das kantonale Gesundheitsdepartement einige Abstriche am Raumprogramm vor. Diese beginnen sich bereits auszuwirken.

Im Spital habe es zu wenig Platz, stellte die Pflegedienstleiterin Ruth Engeler am Weihnachts-Apéro mit den Mitarbeitenden aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich im Bezirk Muri fest. Mit einer Machbarkeitsstudie plant das Spital nun den Ausbau für die Jahre nach 2020.

So gut wie ein Privatspital

Das Spital ist gewissermassen ein Opfer seines Erfolges: «Das Kreisspital Muri bietet eine Infrastruktur wie in einem Privatspital – nur zu den tieferen Kosten eines öffentlichen Spitals», sagte Ruth Engeler. Die Zahl der Patienten und der Geburten steigt in Muri stark an. Letztes Jahr verzeichnete das Spital 537 Geburten. Dieses Jahr werde die Marke von 550 Geburten überschritten, teilte die Pflegedienstleiterin mit.

Das nach den Kantonsspitälern Aarau und Baden drittgrösste Spital im Kanton Aargau hat einen ausgezeichneten Ruf und gehört im hart umkämpften Gesundheitsmarkt zu den Gewinnern. «Das liegt nicht nur an den modernen Geräten, über die wir verfügen, sondern auch daran, dass unser Spital noch übersichtlich ist und die Dienstwege relativ kurz sind», betonte Ruth Engeler. «Unsere Patienten schätzen das familiäre und menschliche Umfeld und die Topqualität der ärztlichen und pflegerischen Betreuung», erläuterte sie.

Spital begegnet Pflegenotstand

Aber das Spital sieht nicht nur rosigen Zeiten entgegen. Der Personalmangel, «ein eigentlicher Pflegenotstand», wie sich Ruth Engeler ausdrückte, beschäftigt auch die Spitalleitung in Muri. Deshalb werde man die Anstrengungen verstärken, mehr Pflegepersonal im eigenen Haus auszubilden, versicherte die Pflegedienstleiterin.

Ein Novum in Muri: Mitte 2011 nimmt eine angehende Hebamme als Fachhochschulstudentin ihre Ausbildung im Spital auf. Das heutige Spitalteam wurde vor wenigen Tagen bereits mit einem neuen Leitenden Arzt in der Radiologie ergänzt. In der Orthopädie wird zudem ein weiterer Leitender Arzt am 1. Januar 2011 seinen Dienst beginnen. Gegen Ende 2011 erhält Muri überdies ein hochmodernes Magnetresonanz-Röntgengerät.

Sozialdienst stellt Angebot vor

Irene Villiger, Leiterin des Sozialdienstes im Spital Muri, erläuterte ihr Arbeitsgebiet. Der Sozialdienst begleite die Patienten vom Eintritt bis zum Austritt, sagte sie. Weil die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Spital laufend sinke, beginne für sie die Austrittsplanung schon beim Eintritt. In zahlreichen Fällen seien die austretenden Patienten auf einen Platz in der Übergangspflege angewiesen, sagte die Sozialdienstleiterin.

«Ich bin froh, dass die Zusammenarbeit mit den Pflegeinstitutionen, namentlich mit der Pflegi Muri, so gut klappt.» Hanspeter Budmiger,
Vizeammann von Muri, freute sich darüber, dass die Sozialdienste im Bezirk Muri heute ihre Arbeit in voller Transparenz verrichteten und
eine enge Kooperation pflegten.

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