Muri
Das Bahnhofareal in Muri soll sich in Zukunft markant verändern

Noch bis zum 3. Juni liegt der Gestaltungsplan Zentrum Bahnhof in Muri öffentlich auf. In diesem Bereich ist eine intensive bauliche Entwicklung geplant. Hier soll ein Wohn- und Dienstleistungsquartier mit hohen städtebaulichen Qualitäten entstehen.

Eddy Schambron
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Die Überbauung Zentrum Bahnhof wird auch neue Bushaltestellen bringen.

Die Überbauung Zentrum Bahnhof wird auch neue Bushaltestellen bringen.

ES

Von dem etwa 1,8 Hektaren grossen Areal ist rund eine Hektare im Besitz der Einwohnergemeinde Muri. Die Gemeinde hat das Gebiet im Sommer 2012 in die Kernzone umgezont und so die Voraussetzung für die geplante bauliche Entwicklung geschaffen.

Ein Generalunternehmen hat ein Überbauungskonzept erarbeitet, worauf der vorliegende Gestaltungsplan erstellt wurde.

Die Projektidee mit vier polygonalen Bauvolumen mit Innenhof sowie einem Längsvolumen entlang der Bahngeleise überzeuge, hält die Abteilung Raumplanung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt in ihrem Vorprüfungsbericht fest.

Die parkähnlich konzipierte Anlage öffne sich gegen das Kloster hin, wodurch die Bäume des Klosterparks wie in den Freiraum des Bahnhofareals fliessen würden. Anpassungen, bezüglich Koordination des Gestaltungsraumes mit der Entwicklung des östlich anschliessenden Areals Brühl seien vorgenommen worden.

Genug Platz für Busbahnhof

Die strassenmässige Erschliessung erfolgt über die bestehende Infrastruktur mit je einem Anschluss an die Kantonsstrasse im Norden, respektive im Süden. Im Bereich der Bahnhofstrasse ist ein Einbahnregime geplant. Die Parkierung ist unter drei Baufeldern vorgesehen.

Die Sicherstellung des Busbahnhofs genüge nach vorgenommenen Anpassungen den generellen Anforderungen. Der Raum reiche für die geplante Umgestaltung des Busbahnhofs aus.

Wie Renato Costamagna, Büro für Raumentwicklung, Ennetbaden, in einer Stellungnahme im Auftrag der Gemeinde Muri festhält, reagiere das Bebauungskonzept differenziert auf die örtliche Situation und schaffe aus ortsbaulicher Sicht neue Werte.

Die im Gestaltungsplan festgesetzten Abweichungen von der Regelbauweise würden nicht nur Zusätzliches ermöglichen, sondern auch eine ganze Reihe von Restriktionen gegenüber der übergeordneten Gesetzgebung enthalten.

Bestimmungen zu klar abgegrenzten Baufeldern, zu Bereichen für Stadtpärken, zu erhaltenden Baumbeständen usw. würden gegenüber der Grundordnung beispielsweise leicht höhere Baukörper sowie eine massvolle Erhöhung der baulichen Dichte ermöglichen.