Soll das Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten abgebrochen und am selben Ort neu aufgebaut werden? Werden dann nur noch Alterswohnungen benötigt? Oder kann das Gebäude mittels Sanierung in Sachen Infrastruktur auf den neusten Stand gebracht werden? Mit diesen und anderen Fragen befasst sich der Vorstand des Gemeindeverbandes Regionale Alterszentren Bremgarten, Mutschellen, Kelleramt seit längerem.

Jetzt liegen Lösungsvorschläge auf dem Tisch. Es wird mit Kosten in der Grössenordnung zwischen 35 und fast 40 Millionen Franken gerechnet für die Lösung der Alterszentrumsfrage in Bremgarten.

Bärenmatt muss saniert werden

Der Öffentlichkeit wurden im Casino Bremgarten die erarbeiteten Varianten präsentiert. Über 100 Interessentinnen und Interessenten konnten sich aus erster Hand über den Stand der Projektierung informieren. Sie erfuhren von Präsidentin Rossella Torre, dass mit dem 1979 gegründeten Verband eine Region mit einer Bevölkerungszahl von 34'000 Personen abgedeckt wird. Die zehn Verbandsgemeinden verfügen mit den Alterszentren Bärenmatt in Bremgarten und Burkertsmatt in Widen über zwei Standorte, wobei das 1984 errichtete Haus Bärenmatt mit seinen 71 Pflegeplätzen nun den heutigen Erfordernissen angepasst werden soll.

«Im April 2016 wurden die Abgeordneten über die künftige Strategie Pflegeplätze und betreutes Wohnen orientiert. Es wurde ein Projektierungskredit von 85'000 Franken genehmigt. Der Vorstand wollte dann bereits vor einem Jahr eine Variante präsentieren, hat aber in der Zwischenzeit eine vertiefte Ausarbeitung der Vorlage veranlasst. Nun soll an der Versammlung der Verbandsabgeordneten am 29. November über drei Varianten abgestimmt werden», erläuterte Präsidentin Torre.

Die drei Varianten, gebildet aus sieben Modulteilen, wurden von der Spitalfachfrau Gabriela Devigus Minder von der H. Limacher Partner AG, einem für die Planung von Krankenhäusern und Alterszentren sowie Beratungen im Gesundheitswesen spezialisierten Unternehmen aus Zürich, vorgestellt. Für die Variante 1 (Neubau Bärenmatt) wäre mit Kosten von etwas über 35 Millionen Franken zu rechnen. Variante 2 (nur noch Alterswohnungen in der Bärenmatt) käme auf mehr als 37 Millionen Franken zu stehen. Für Variante 3 (Sanierung Bärenmatt) müssten auch ungefähr 35 Millionen Franken aufgewendet werden.

«Leute wollen ein Altersheim»

Der Bremgarter Stadtammann, Raymond Tellenbach, gab bekannt, dass die Stadt Variante 2 bevorzuge, wogegen Roger Cébe, Geschäftsführer der Alterszentren Bremgarten und Widen, eine ganze Reihe von Vorgaben aufzählte, nach denen sich die Betreiber von Alterszentren zu richten hätten und die die Anforderungen des Marktes aufzeigten.

In der Diskussionsrunde betonte unter anderen ein Versammlungsteilnehmer: «Nur Alterswohnungen anbieten geht gar nicht, denn die Leute im Bezirkshauptort wollen dort nach wie vor auch ein Altersheim haben.»