Sanierung
Das Altersheim braucht eine Auffrischung

Der Trägerverein des Altersheims «Solino» beantragt seinen Mitgliedern 9,6 Millionen für die Sanierung.

Fabian Hägler
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In zehn Tagen entscheidet der Verein Altersheim St.Martin über einen 9,6-Millionen-Kredit für die Sanierung des Altersheims Solino in Boswil. In der Einladung für die ausserordentliche Mitgliederversammlung werden mehrere Punkte aufgeführt, welche die Investition nötig machen.

«Das Altersheim ist 35 Jahre alt. Trotz stetem und sorgfältigem Unterhalt zeigen sich altersbedingte Schäden am Gebäude», hält der Vereinsvorstand fest. Seit längerem sind die Probleme mit dem undichten Flachdach bekannt. «Zudem sind die veraltete Heizung sowie die undichten Fenster und Fassaden zu erwähnen», führt der Vorstand aus.

Dies führte in den Wintermonaten teilweise dazu, «dass in einzel-nen Zimmern nur mit viel Aufwand, sprich hohen Heizkosten, wohnliche Wärme erreicht werden konnte».

Entwicklung hin zum Pflegeheim

Ein weiterer Grund, der für die Sanierung spricht, ist die Entwicklung des «Solino» hin zu einem Pflegeheim. Als das Heim gebaut wurde, war es als Altersheim konzipiert und auch entsprechend ausgerüstet. Nun hält der Vorstand aber fest: «Unsere Pflegestationen werden den heutigen Anforderungen kaum mehr gerecht.»

Die Zimmer müssen einerseits für die Pflege und andererseits wegen der Ansprüche zukünftiger Bewohner vergrössert werden.«Und in jedes Zimmer gehört heute eine behindertengerechte, rollstuhlgängige Nasszelle. Um bei einer isolierten Lösung des einen oder anderen Problems mögliche Fehlinvestitionen zu vermeiden, entschied sich der Vorstand des Vereins für eine ganzheitliche und zukunftsweisende Planung.»

Provisorien sind nicht nötig

Das heisst konkret für die Gesamtsanierung des Solino-Heims 9,6 Millionen Franken. Das vorliegende Projekt, das am 15. Oktober von 14.00 bis 17.30 Uhr sowie vor der Mitgliederversammlung am 22. Oktober im «Solino» aufliegt, erweitert den bestehenden Bau durch eine Vergrösserung über dem Eingang und dem Erweiterungstrakt im Westteil. Der Umbau wird in drei Etappen realisiert. Damit können die Bewohner in der ganzen Bauphase in den bestehenden Gebäuden wohnen, auf teure Provisorien kann verzichtet werden.