Bremgarten
Das alte Charros-Restaurant hat dank altem Holz ein neues Gesicht

Zwei Monate dauerten die Renovationsarbeiten im mexikanischen Restaurant El Mosquito in Bremgarten. Das Ergebnis: Kein Facelifting, sondern ein neues Gesicht mit elektronischen Speisekarten.

Dominic Kobelt
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Das neue El Mosquito im Herzen von Bremgarten
7 Bilder
Die Toilette ist wie ein Stall eingerichtet
Die Tische und Stühle sind gross und komfortabel
Die Bar beim Eingang
Der mexikanische Stil ist authentisch und zieht sich durchs ganze Restaurant
Auch Bilder von Heiligen gehören zur Deko
Der grosse Esssall sieht komplett anders aus als vorher

Das neue El Mosquito im Herzen von Bremgarten

Dominic Kobelt

Wenn bald die Stammgäste aus dem ganzen Freiamt an die Bar des El Mosquito treten, werden sie zuerst gründlich gemustert. Juan und Pedro, die beiden Stierköpfe, die an der Wand hängen, nehmen jeden Gast genau unter die Lupe.

Ferienstimmung kommt auf, wenn man den Raum betritt, das alte Scheunentor, die Backsteinmauer, die dunklen Holztische und die rund gewickelten Drähte, die golden in den Birnen glühen: Alles erinnert an ein gemütliches Lokal, wie man es in Italien, Spanien, oder eben in Mexiko besuchen würde.

Die Charros kommen an die Reuss

Das Interieur des neu gestalteten Restaurants bezieht sich auf die Charros, die traditionellen berittenen Rinderhirten in Mexiko. Ein besonderer Hingucker sind die Toiletten, die eingerichtet sind wie ein Stall.

An der Wand hängen Sättel (auf der Damentoilette natürlich Damensättel); Wellblech, Holz und Backsteine dominieren den Raum. Sogar der Handtrockener wurde künstlich so hergerichtet, dass er verrostet aussieht.

Auch die Holzdecke im grossen Speisesaal wurde künstlich älter gemacht. «Das Holz stammt aus Scheunen, wurde bearbeitet und zusätzlich noch mit Kalk bemahlt», weiss Geschäftsführerin Katrin Schneider. Die meisten der dekorativen Möbel kommen aus Mexiko.

Dafür verantwortlich ist Besitzer Charles Brun, der die Waren direkt im Ausland einkaufte. Das El Mosquito hat sich beim Umbau an den Wünschen der Gäste orientiert, sagt Schneider.

Die grössere der beiden Bars ist verschwunden, weil die Leute es bevorzugt haben, an Tischen zu sitzen. Mit der neuen Raumaufteilung sitzt niemand mehr direkt am Eingang. «Insgesamt stehen etwas weniger Plätze zur Verfügung, dafür ist es bequemer zum Sitzen und auch die Tische sind grösser», erklärt die Geschäftsführerin.

Totalüberholung statt Facelifting

Noch in der Testphase sind die elektronischen Speisekarten. Rund zehn Stück werden vorerst zum Einsatz kommen. Der Gast kann seine Speisen in einem Einkaufskorb speichern, die Bedienung übernimmt dann seine Bestellung.

Dass die Bestellung direkt in die Küche übermittelt wird, wäre zwar möglich, ist aber nicht geplant. Das El Mosquito hat vor 13 Jahren eröffnet. «Das ist die erste grössere Renovierung, bis anhin wurden nur kleiner Arbeiten gemacht, wie die Wände zu streichen», sagt Schneider.

Was zuerst als «Facelifting» geplant war, ist nun zu einer Totalüberholung geworden. Von der Lichtanlage bis zur Alarmanlage wurde alles auf den neusten Stand gebracht. Noch rund eine Woche werden letzte Feinarbeiten ausgeführt, das Restaurant ist aber bereits wieder geöffnet.

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