Bremgarten
Das 70-Millionen-Projekt für den neuen Stadtteil wird bald spruchreif

Im Sommer soll das Baubewilligungsverfahren für die 150 Wohneinheiten auf dem früherem Papierfabrikgelände anlaufen. Spätestens 2016 sollen die Baumaschinen auffahren.

Lukas Schumacher
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Die Grossüberbauung umfasst acht Baukörper (weiss) am rechten Reussufer in der Unterstadt Bremgarten. Archiv/sl

Die Grossüberbauung umfasst acht Baukörper (weiss) am rechten Reussufer in der Unterstadt Bremgarten. Archiv/sl

Aufwertung am Augraben

Beim Augraben in der Nähe der früheren Papierfabrik setzt die Stadt ein Verschönerungs- und Infrastrukturpaket für gut zwei Mio. Franken um. Rund zwei Drittel der Massnahmen sind jetzt realisiert, die neuen Wasser- und Abwasserleitungen verlegt. Noch fehlen Aufpflästerungen und die Realisierung der Torsituation beim Eingang zur Pfarrgasse. Diese Arbeiten werden im März/April ausgeführt. Noch nicht verwirklichen kann die Stadt die Naturstein-Gestaltung am Ufer beim Hexenturm, weil Hochwasserschutzmassnahmen im Herbst anstehen. Im Zusammenhang mit den Wohnbauprojekten rücken weitere Aufwertungsmassnahmen am Augraben zeitlich nach hinten. (sl)

Laut Claudia Schaufelberger von der Bauherrschaft Pawefa AG, der Inhaberin des fast 22 000 Quadratmeter grossen Grundstücks der früheren Karton- und Papierfabrik, wird das Baubewilligungsverfahren im Verlauf des Sommers lanciert. 2015 oder spätestens 2016 soll mit der Bauerei begonnen werden. Den Auftakt dazu wird der Abbruch der alten, vor zehn Jahren stillgelegten Papierfabrik bilden.

«Wenn möglich in einem Rutsch»

Ein genauer Bauterminplan fürs Bremgarter Grossprojekt «Am Ufer» besteht noch nicht. Ein verbindlicher Zeitplan mache erst Sinn, wenn das Bewilligungsverfahren abgeschlossen sei, sagt Claudia Schaufelberger. Fest hingegen steht, dass die Überbauung mit den 150 Wohneinheiten in acht Gebäudekomplexen wenn immer möglich in einer einzigen grossen Etappe verwirklicht werden soll. Schaufelberger geht von einer rund dreijährigen Bauzeit aus.

Am ursprünglichen Konzept, das die Bauherrschaft vor drei Jahren öffentlich vorstellte, hat sich nichts geändert. Nebst den 150 Wohneinheiten, die man teils vermieten, teils verkaufen will, sollen auch Räumlichkeiten für Dienstleistungsunternehmen erstellt werden. Die vorgesehenen Wohnungsgrössen variieren von 2 1⁄2- bis zu 5 1⁄2-Zimmern. Die Investitionskosten betragen rund 70 Millionen Franken.

Fabrik-Annexbauten verschwinden

Die Nebengebäude der Papierfabrik bei Augraben und Reussgasse, unweit des Hexenturms, sollen schon im Frühling abgebrochen werden. Anstelle dieser Annexbauten will die Pawefa AG eine Fünferzeile Reiheneinfamilienhäuser erstellen. Ergänzt wird die geplante Neusiedlung durch einen offenen Carport mit neun Autoabstellplätzen. Claudia Schaufelberger geht davon aus, dass die Reihenhäuser, die verkauft werden sollen, im Verlauf des Jahres 2015 bezugsbereit sein werden. Die reinen Erstellungskosten ohne Land betragen 5 Mio. Franken.

Gegenüber dem gescheiterten früheren Wurf erfuhr das aktuelle Projekt mit den fünf Reihenhäusern eine deutliche Abspeckkur. Auch aus diesem Grund befürworten die kantonale Denkmalpflege sowie die Altstadt- und Baukommission das überarbeitete, verkleinerte Projekt.