Hägglingen

Dank «Tata Marielle» dürfen die Kinder in den Kindergarten

Die Kinder freuen sich über das Engagement von Marielle Furter. zvg

Die Kinder freuen sich über das Engagement von Marielle Furter. zvg

Marielle Furter aus Hägglingen hat im kleinen Dorf Niaguisse im Süden von Senegal einen neuen Kindergarten eingeweiht.

«Strahlende Kinder, glückliche Eltern, freudvolle und motivierte Kindergärtnerinnen, dazu ein höchst dankbarer Schuldirektor und ich selber erfüllt von einem unbeschreiblichen Glücksgefühl.»

So beschreibt Marielle Furter aus Hägglingen den Tag, an dem sie einen Kindergarten in Senegal eröffnet hat. Er wird von vielen stolzen Kindern im Alter von drei, vier und fünf Jahren besucht. Während viele Eltern mit Fragen und noch weiteren Kindern an die Lehrerinnen gelangen, übernimmt sie spontan die Gruppe der 5- Jährigen.

Mit einem Ballspiel verraten die Kinder ihren Namen und es zeichnet sich bereits eine herzliche Beziehung ab. Bald sprechen die Kinder vertrauensvoll von «Tata Marielle» und zeigen sich mit einer überraschend grossen Aufmerksamkeit bereit für weitere Aktivitäten. «Wir singen, hüpfen, tanzen, spielen, balancieren und die gegenseitige Freude erzeugt dabei eine wunderbare Stimmung», sagt Furter.

Immer wieder erscheinen neugierige Eltern in der Tür und an den Fenstern, und lächeln ihr zu. Dank der Freiämter Kindergärtnerin und Tanztherapeutin und dem Unterstützungsverein Villmergen steht den Kindern ein Gebäude mit drei Klassenzimmern für rund 80 Kinder zur Verfügung. Auch ein Gymnastik- und Musikraum, sanitäre Anlagen sowie eine Küche mit Essraum sind vorhanden.

Einmal wöchentlich begleitet Furter den Kindergarten in Niaguis und fördert dabei Kinder und Lehrkräfte. Man sei weiterhin auf Spenden angewiesen, um die Betriebskosten zu decken. «Ich möchte ausserdem gerne noch mehr Kindern in der Casamance dazu verhelfen, einen Kindergarten besuchen zu können.» Bei einem nächsten Projekt könnte Furter von ihren Erfahrungen aus Niaguis profitieren, was die Arbeit erleichtern und den ganzen Prozess verkürzen würde. «Für jede Spende und Mitgliederschaft, die mein Vorhaben unterstützen, Kindern zu einer förderlichen Bildung zu verhelfen, bin ich – und die Kinder – sehr dankbar.» (az)

Niaguisse, Senegal

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