Muri

Dank Stiftungen und Spendern: Gröbste Lecks im Murimoos sind geflickt

Jonas Zihlmann und Guido Hess erledigen letzte Arbeiten bei den erneuerten Folientunnels für den Gemüseanbau.

Jonas Zihlmann und Guido Hess erledigen letzte Arbeiten bei den erneuerten Folientunnels für den Gemüseanbau.

Mit den Spendengeldern konnte viel erreicht werden. Trotzdem sind noch längst nicht alle Probleme der Institution, die 90 Menschen mit besonderen Bedürfnissen Heimat und/oder Arbeit bietet, gelöst.

Noch im Mai dieses Jahres titelten wir: «Es regnet rein im Murimoos». Inzwischen ist Geschäftsführer Michael Dubach etwas erleichterter als auch schon: «Dank grosszügigen Stiftungen und weiteren Spendern konnten wir das Dach einer Maschinenhalle und eines Stalls sanieren und die kaputten Folientunnels für den Gemüseanbau erneuern. Damit sind die gröbsten Lecks gestopft. Wir sind für diese Unterstützung sehr dankbar.»

Mit dem Geld konnte viel erreicht werden, nicht zuletzt, weil Klientinnen und Klienten und Mitarbeitende von Murimoos werken und wohnen viele Arbeiten selber ausführten.

Im Moospintli besteht weiterhin Handlungsbedarf

Trotzdem sind noch längst nicht alle Probleme der Institution, die 90 Menschen mit besonderen Bedürfnissen Heimat und/oder Arbeit bietet, gelöst: «Wir werden 2020 alle Dächer inspizieren und auf den Unterhaltsbedarf überprüfen lassen.» Handlungsbedarf besteht weiterhin im Moospintli, wo immer noch behelfsmässig Dachwasser mit Folien am Eindringen gehindert wird. Neben der Sanierung von Dächern und Folientunnels wurden im vergangenen Jahr auch die Last von Storchenhorsten reduziert.

«Unternimmt man nichts, werden die Horste immer grösser und schwerer und üben eine für das Dach problematische Punktlast aus. Ein Nest kann bis zu einer Tonne schwer werden», sagt Dubach. Das für Gästeempfang und Events umfunktionierte ehemalige Direktorenhaus erfreue sich bereits einer schönen Nachfrage. Ein Pavillon mit Toilettenanlage sowie neue Spielgeräte mit Beschattung sollen den Spielplatz noch attraktiver machen. Verschiedene Maschinen und Arbeitsgeräte müssen erneuert werden.

Bereits Früchte getragen hat die Bekanntgabe, dass Murimoos zusätzliches Grüngut annehmen könnte. In diesem und weiteren Bereichen zeichnen sich neue Zusammenarbeiten ab. «Mit der Invaliden- und Sozialversicherung konnten wir einen Rahmenvertrag für Integrationsmassnahmen und erstberufliche Ausbildungen abschliessen und mit dem Departement Bildung, Kultur und Sport sind wir in der Ausarbeitung eines neuen Wohnkonzeptes», sagt Dubach. Und sonst? «Wir gehen mit Optimismus in die Zukunft, auch wenn einige Fragen noch ungeklärt sind und die finanzielle Situation angespannt bleibt.»

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