Einzelne Schulzimmer im Schulzentrum Bünzmatt Wohlen sind zu warm oder zu kalt. Mehrere Heizungsregelungen sind defekt, der Hauswart muss sie manuell einstellen. Die provisorische Lösung führt zu einem 20 % höheren Energieverbrauch. Zudem ist die Abgasrezirkulation des Heizkessels ausgefallen, die vorgegebenen Werte können derzeit nicht eingehalten werden.

Bis auf die Anlage in der Bünzmatt 3, die 2004 gebaut wurde, haben die Bauteile der Heizungsregelung die normale Lebensdauer «längst überschritten», wie es im Antrag des Gemeinderats heisst. Er möchte die Haustechnik für 1,5 Mio. Franken sanieren. Nach eingehender Prüfung mehrerer Varianten hat man sich für eine Gasheizung mit Wärmekraft-Kopplung entschieden. Dieses System liefert neben der Heizwärme Strom für den Eigenbedarf. Bezüglich Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Umweltbelastung hat es insgesamt am besten abgeschnitten.

An verschiedenen Orten werden Pumpen, Ventile und Regelungen ersetzt, die Heizkörper, Leitungen und die Bodenheizung werden dagegen nicht erneuert. Mit der modernen Anlage kann der Hauswart alles von einer Stelle aus bedienen und jeden Raum individuell auf die gewünschte Temperatur einstellen.

Auf dem Dach der Schwimmhalle werden einige Sonnenkollektoren angebracht. Die Wärme kann für das Badwasser genutzt werden. Auch für die Vorerwärmung des Duschwassers ist eine kleine Solaranlage vorgesehen.

Genehmigt der Einwohnerrat den Kredit im Januar, können die Massnahmen im Sommer umgesetzt und die Anlage im nächsten Herbst in Betrieb genommen werden. (kob)