Muri
CVP will mit Urs Wüthrich in den Gemeinderat

Für die Gemeinderatsersatzwahl in Muri am 17. Juni schlägt die CVP Urs Wüthrich als Kandidaten vor. Es kommt damit zur Kampfwahl um die Nachfolge von Ueli Frey.

Eddy Schambron
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Urs Wüthrich will für eine sorgfältige Raumplanung einstehen.ES

Urs Wüthrich will für eine sorgfältige Raumplanung einstehen.ES

Nach der beruflich bedingten, vorzeitigen Demission von Gemeinderat Ueli Frey (CVP) war klar, dass seine Partei den Sitz nicht kampflos preisgeben würde. Mit Urs Wüthrich steigt nun der Ortsparteipräsident gleich selbst ins Rennen. «Es wird je länger je schwieriger, Leute für solche Ämter zu rekrutieren», räumte Felix Köpfli, Vizepräsident der Partei und Wahlkampfleiter, ein. «Wir sind glücklich, mit Urs Wüthrich einen guten Kandidaten zu haben.»

Der eidgenössisch diplomierte Verkaufsleiter lebt seit 1997 in Muri und arbeitet seit 2008 als Bereichsleiter bei der Heizmann AG, Aarau, Schlauch- und Antriebstechnik. Er ist mit Rita Jäggi Wüthrich verheiratet, hat aus erster Ehe drei Töchter und steht seit 2006 der Ortspartei vor. «Ich möchte vor allem die Attraktivität der Zentrumsgemeinde Muri weiter ausbauen und für eine sorgfältige Raumplanung einstehen», erklärt er. Dem Gewerbe und der Industrie in Muri müssten grosse Aufmerksamkeit geschenkt sowie gute Rahmenbedingungen geschaffen werden. «Schliesslich gibt es in Muri mehr als 4000 Arbeitsplätze, die eine grosse wirtschaftliche Rolle spielen.»

SP: Kandidatur so gut wie sicher

Noch diese Woche soll bekannt werden, wen die SP für den freien Murianer Gemeinderatssitz portiert. «Zwei Frauen prüfen eine Kandidatur. Ich sehe es als sicher an, dass sich eine bereit erklärt, sich für den Sitz zu bewerben», sagt Nicole Laubacher, Co-Präsident der SP. «Es wäre an der Zeit, wenn Muri eine zweite Frau im Gemeinderat hätte.» Und natürlich würde es Laubacher auch begrüssen, wenn ihre Partei wieder in der Gemeindeexekutive vertreten wäre: Seit dem Ausscheiden von Heidi Schmid 2005 ist die SP nicht mehr im Gemeinderat. Diese Gemeinderats-Ersatzwahl wird aller Voraussicht nach ohne die FDP über die Bühne gehen. «Ich glaube kaum, dass wir noch einen Kandidaten für dieses Amt finden können», meint Jörg Weiss, Präsident der FDP Muri. Er selber nimmt sich aus dem Rennen, obwohl ihm gute Chancen in einer Wahl gegeben werden. «Das Amt wäre sicher interessant«, führt Weiss aus, «aber ich scheue den Aufwand.» Als Unternehmer finde er die Zeit nicht, eine solche Aufgabe zu übernehmen. (ES)

Kampfwahl steht fest

Noch vor der CVP hat die SVP in Muri Anspruch auf den frei werdenden Sitz angemeldet. Benjamin Brander, seit 2009 Grossrat, bewirbt sich um das Amt. Brander ist seit der Gründung vor zwölf Jahren im Vorstand der Ortspartei Muri und war fünf Jahre deren Präsident. Seit 2002 amtet er in Muri als Stimmenzähler und hatte bereits Einsitz in verschiedene Arbeitsgruppen. Ebenso will die SP eine Kandidatin aufstellen (siehe Artikel unter dem Bild).

Auch Gemeindeammann?

Wird sich Wüthrich 2013 auch als Gemeindeammann aufstellen lassen, wenn Josef Etterlin (CVP) sein Amt niederlegen wird? Immerhin stösst Wüthrich bei seinem Arbeitgeber mit seinen politischen Ambitionen auf Verständnis und kann sein Arbeitspensum etwas reduzieren. «Es ist noch zu früh, etwas dazu zu sagen», erklärt Köpfli. Ein wichtiger Aspekt sei, dass bei einem solchen Wechsel eine gewisse Kontinuität gewährleistet sei. Damit deutet Köpfli an, dass die Partei auch mit dem heutigen, parteilosen Vizeammann Hampi Budmiger leben könnte, sollte er für das Amt des Ammanns kandidieren.