Muri
CVP Muri will die nächsten vier Jahre wenigstens den Vizeammann stellen

Die CVP Ortspartei nominiert neben Heinz Nater (bisher) auch Yvonne Leuppi für den Gemeinderat. Mit der Demission von Gemeindeammann Josef Etterlin verliert die Partei das Amt des Ammanns. Deshalb schickt sie Nater auch als Vizeammann ins Rennen.

Eddy Schambron
Drucken
Teilen
Yvonne Leuppi verteidigt den 2. Sitz der CVP.

Yvonne Leuppi verteidigt den 2. Sitz der CVP.

Die CVP, einst dominante Partei in Muri, hat es nicht leicht. Zuerst musste sie sich vom dritten Sitz im Gemeinderat verabschieden, jetzt kommt ihr mit der Demission von
Josef Etterlin das Amt des Gemeindeammanns abhanden.

Wenigstens das Amt des Vizeammanns soll aber in den eigenen Reihen behalten werden; immerhin stellt die CVP praktisch seit Menschengedenken die Führung der Gemeinde. «Schöner wäre natürlich der Gemeindeammann», schätzte Ueli Frey, früherer Gemeinderat, die Lage ein, «aber übermütig darf man nicht werden.»

Für die CVP-Mitglieder war die Kandidatur von Heinz Nater für das Vizeammannamt unbestritten. Ein Spaziergang wird sie wahrscheinlich trotzdem nicht.

Milly Stöckli, bisherige Gemeinderätin der SVP, streckt die Hand ebenfalls nach diesem Stuhl aus.

Nach der Nomination im Ochsen-Säli versprühten die Partei und der Kandidat jedoch Zuversicht: «Packen wirs», unterstrich Nater seinen Willen, vorne mitzumischen.

Als neue Gemeinderätin schickt die Partei Yvonne Leuppi ins Rennen. Die Stufenleiterin im Badweiher ist gut vernetzt und sehr bekannt im Dorf. «Ich liebe Herausforderungen», sagte sie vor den Parteikolleginnen und -kollegen.

Sie war von sich aus auf die Partei zugegangen und hatte angefragt, ob es schon Kandidierende gäbe oder ob da noch Platz wäre.

Parteipräsident Urs Wüthrich dürfte bei dieser Anfrage erleichtert gewesen sein, auch wenn er festhält, dass der Vorstand «mit vielen Personen gesprochen hat.»

Zahlreiche Gespräche zu führen, heisse noch nicht, unter zahlreichen Kandidatinnen oder Kandidaten auswählen zu können.

Ein Lied davon singen kann die FDP, die bisher keine Kandidatur bekannt gegeben hat. «Die FDP Muri verfolgt noch immer das bereits im letzten Jahr erklärte Ziel, an den diesjährigen Gemeinderatswahlen mit einem eigenen Kandidaten oder einer Kandidatin anzutreten», hält Präsident Tobias Knecht fest.

«In unseren Reihen verfügen wir über geeignete Personen, und Gespräche mit möglichen Kandidaten und Kandidatinnen sind noch am Laufen», ergänzt er.

Besser dran sind SVP und SP: Letztere konnte mit Christine Brun in der Gemeinderatsersatzwahl im September nach siebenjähriger Absenz wieder in den Gemeinderat einziehen und dürfte zufrieden sowie einigermassen beruhigt in die Wahl gehen.

Die SVP ist hingegen in der Offensive und schickt Benjamin Brander erneut ins Rennen.

Der Grund liegt einerseits in ihrem Anspruch als wählerstärkste Partei bei den Grossratswahlen 2009 auf zwei Sitze, andererseits im Resultat Branders in der Ersatzwahl letztes Jahr: Im ersten Wahlgang waren Brun und Brander fast gleichauf, im Zweiten siegte Brun zwar mit 896 Stimmen, Brander vereinigte jedoch damals die hohe Zahl von 806 Stimmen auf sich.

Einstimmig wählten die CVP-Mitglieder schliesslich ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die verschiedenen Kommissionen: Martin Burkart, Stefan Frey (beide bisher) und Beat Matthys (neu) bewerben sich als Stimmenzähler, Marcel Schöpfer und Marco Staubli (beide bisher) für die Steuerkommission.

Maria Küng und Rafael Lötscher (beide bisher) wollen nochmals für die Murianer Finanzkommission antreten.

Aktuelle Nachrichten