Bremgarten
CVP Bremgarten mit 16er-Lister und ehrgeizigen Zielen

Die CVP des Bezirks Bremgarten hat sich ein hohes Ziel gesteckt. Sie will im Grossen Rat nicht mehr mit nur drei Leuten vertreten sein, sondern mit vier. An der Bezirksparteiversammlung nominierte sie ihre 16 Kandidaten und Kandidatinnnen.

Tim Honegger
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Die CVP will zulegen: Unter Beifall wurden die 16 Kandidierenden für die Grossratswahlen vom Oktober vorgestellt.

Die CVP will zulegen: Unter Beifall wurden die 16 Kandidierenden für die Grossratswahlen vom Oktober vorgestellt.

TH

Erwartungsvoll fanden sich rund 100 Mitglieder der CVP Bezirk Bremgarten bei der Firma Hüsser Holzleimbau zur Generalversammlung ein. Ähnlich hoch wie die Holzstapel, die sie umgaben, sind die Ambitionen der Partei für die Grossratswahlen im Oktober.

Ziel: Drei statt vier Sitze

«Unser Ziel ist kein geringeres, als im Bezirk Bremgarten einen vierten Sitz im Grossen Rat zu ergattern», verkündete Karl-Heinz Graf, der den Wahlkampf der Christdemokraten leitet. Der Slogan soll denn auch Klarheit vermitteln, er lautet: «Liste 3 – Klar!». Mit diesem Wahlkampfspruch buhlen 16 Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Bezirk Bremgarten um einen Sitz im Aargauer Parlament: Theres Lepori, Berikon (bisher); Alexandra Abbt, Islisberg (bisher); Ruedi Donat, Wohlen (bisher); Markus Keller, Villmergen; Marcel Kreber, Niederwil; Karl Grossen, Oberlunkhofen; Harry Lütolf, Wohlen; David Stutz, Niederwil; Marco Beng, Berikon; Gabriela Bereuter, Zufikon; Karl-Heinz Graf, Sarmenstorf; Isabelle Huber, Oberwil-Lieli; Maria Meier, Dottikon; Rolf Meier, Bremgarten; Corina Roeleven, Wohlen; Beni Horn, Uezwil.

Graf begründete seine Zuversicht für die Wahlen damit, dass «wir bei den Nationalratswahlen zwar Slogans hatten, aber wenige Antworten. Das hat sich nun geändert».

Fulminante Rede

Die Gastrede hielt der Präsident der CVP Aargau, Markus Zemp. Er goss Öl in das bereits entfachte Feuer unter den Christdemokraten. «Wir müssen plakativer und populistischer auftreten», forderte Zemp, «das ist kein Monopol der SVP!». Im gleichen Ton ermutigte er die Kandidaten, sich nicht vor heissen Eisen wie dem Asylwesen zu scheuen. Er ebnete den Weg, indem er einen Lösungsvorschlag präsentierte: «Jede arbeitende Frau bedeutet, dass eine Person weniger in die Schweiz einwandert.» Die Politik verlange heute kreative, ja gar verrückte Ideen. «Wichtig ist, dass wir für das Volk und nicht für die Partei politisieren.»

Vom Ammann zum Kantischüler

Gemäss Bremgarter CVP-Liste bewerben sich sechs Frauen und zehn Männer für den Grossen Rat. Unter ihnen befinden sich die zwei Neumitglieder in der Parteileitung der Bremgarter Bezirkspartei, Harry Lütolf und Karl-Heinz Graf. «Wir haben ein ausgewogenes Team und viele Kandidaten, die bereits Mandate innehaben», erläuterte CVP-Bezirksparteipräsident Karl Kaufmann aus Zufikon. In der Tat: Die Palette reicht von gestandenen Gemeindeammännern wie Karl Grossen bis hin zum Kantischüler David Stutz, der erst vor vier Tagen 18 Jahre alt und somit wählbar wurde. Mit dieser personellen Vielfalt und den CVP-Stammthemen Familie, Vorsorge und Gesundheit will die Bezirkspartei im Oktober zünftig punkten.

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