Heftige Reaktion der CVP Bezirk Bremgarten auf die Intervention der Organisation «augenauf» zum Rayonverbot für Asylbewerber:

«Die selbst ernannte Menschenrechtsorganisation ‹augenauf› schafft es immer wieder, vermeintliche Skandale herauf zu beschwören und die Medien für sich zu gewinnen. Das jüngste Beispiel betrifft die Asylbewerberunterkunft auf dem Waffenplatz Bremgarten», schreibt die CVP in einer Medienmitteilung und kritisiert die «Aktivisten, die sich über Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Rayonverbote empören.»

Einfältig und bizarr

Die Empörung sei einfältig und bizarr, findet die CVP: «Die Verantwortlichen von ‹augenauf› scheinen aus den Augen zu verlieren, dass Asylbewerber in einem laufenden Verfahren stehen, bei dem sie sich für Abklärungen, Gespräche und vieles mehr zur Verfügung halten müssen.

Auch sollten sie sich an den gesetzlich vorgesehenen Beschäftigungsprogrammen beteiligen. Wenn man bei ‹augenauf› nun die Meinung vertritt, Asylbewerbern müsste auch noch viel Zeit für die Badi bleiben, liegt offensichtlich eine Verwechslung mit einem Ferienlager vor.»

Die CVP Bezirk Bremgarten hätte von Anfang an für eine Asylbewerberunterkunft auf dem Waffenplatz Bremgarten Hand geboten, wobei sie die Einhaltung von Rahmenbedingungen formuliert und kommuniziert habe. Diese Rahmenbedingungen würden im Wesentlichen eingehalten, findet die Bezirkspartei.

Und sie erklärt weiter: «Selbstredend anerkennt die CVP Bezirk Bremgarten auch das Recht, in der Schweiz um Asyl nachzusuchen. Asylbewerber sollen bis zum definitiven Entscheid über ihren Status vernünftig untergebracht, ausreichend verpflegt, betreut und beschäftigt werden. Solange Asylbewerber nicht als Flüchtlinge anerkannt sind, haben sie sich für ihr Asylverfahren zur Verfügung zu halten und müssen auch Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit in Kauf nehmen. Auch ist es nicht Ziel eines Asylverfahrens, Asylbewerber in der Schweiz zu integrieren.»

Mit Grundwerten vereinbar

Diese Haltung, findet die Partei, sei durchaus mit christlichen Grundwerten vereinbar.

«Die Empörung der Verantwortlichen von ‹augenauf› ist unverständlich und deplatziert. Die CVP Bezirk Bremgarten versichert dem Bundesamt für Migration und den Behörden der Standortgemeinde volle Rückendeckung für ihr Konzept. Dem Druck einer selbst ernannten Menschenrechtsorganisation und den von ihr instrumentalisierten Medien soll nicht nachgegeben werden.»