Wohlen 

CVP befürchtet den Verkehrskollaps: «Es besteht planerisch dringender Handlungsbedarf»

Die Strassen im Zentrum von Wohlen sind zu Spitzenzeiten stark ausgelastet.

Die Strassen im Zentrum von Wohlen sind zu Spitzenzeiten stark ausgelastet.

Eine Motion der CVP Wohlen fordert, dass der Gemeinderat damit beauftragt wird, den Kommunalen Gesamtplan Verkehr aus dem Jahr 2012 so rasch wie möglich den aktuellen Verhältnissen anzupassen und dem Einwohnerrat die nötigen Anträge zu stellen.

«Damit die Attraktivität unserer Gemeinde gewährleistet bleibt und gefördert wird», schreibt Einwohnerrat Harry Lütolf (CVP) im Vorstoss. «Die Strassen im Zentrum von Wohlen sind zu Spitzenzeiten stark ausgelastet. Deshalb drängt sich die Frage auf, wie künftig der Verkehr im Dorf noch akzeptabel fliessen kann, wenn die bewilligten, hängigen und beabsichtigten Bauvorhaben mit ihren Parkierungsanlagen verwirklicht werden», begründet Lütolf, der als Beispiele etwa das Wohn- und Geschäftshaus bei der ehemaligen Bäckerei Kuhn, die ausgeschriebene Überbauung Bergmatten oder auch das Baugesuch für die Überbauung Rebberg nennt.

Bei der Bewältigung des Verkehrs und den damit verbundenen Infrastrukturausgaben würde viel auf die Gemeinde zukommen. «Es besteht planerisch dringender Handlungsbedarf», steht weiter im Vorstoss. Eine zentrale Bedeutung komme dem öffentlichen Verkehr zu. Dieser sei jedoch nur dann attraktiv, wenn die Fahrpläne eingehalten werden können, was nicht möglich sei, wenn die Busse immer in einen Stau geraten würden, so die CVP.

In den Jahren 2008 bis 2012 sei der Kommunale Gesamtplan Verkehr geschaffen worden. Dieses Planungsinstrument sei weiterhin gut, führt Harry Lütolf weiter aus. Es sei aber dringend notwendig, dass aufgrund der neuen, markant veränderten Verhältnisse im Sinne einer rollenden Planung rasch eine neue Lagebeurteilung vorgenommen werde. Der Vorstoss schliesst mit einer Warnung: «Es gilt dafür zu sorgen, dass Wohlen in den nächsten zwei, drei Jahren nicht einen hausgemachten Verkehrskollaps erleidet und die Gemeinde damit abgewertet wird.» (az)

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