Wohlen
Circus Monti Variété: aus dem grauen Nebel in die Zauberwelt

Der Circus Monti verwandelt mit seinem Variété den Winter in ein Fest für Gaumen, Herz und Gemüt. Liebenswert, zum Schmunzeln und Staunen, so könnte man die Première von Montis Variété umschreiben.

Andrea Weibel
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Monti's Variété
9 Bilder
Laura Tikka 4
Laura Tikka 7
Ensemble
Fouzia Rakez & David Eriksson
Ensemble 1
Ensemble (2)
Comedia Zap 2
Comedia Zap

Monti's Variété

zvg (Felix Wey)

Goldenes Licht von Tausenden kleiner Lämpchen erhellt den Weg, der aus dem grauen, nebligen Wohlen in eine Zauberwelt hinein führt. Der Circus Monti ist bekannt für seine bezaubernden Programme, doch im kalten Dezember wirkt diese Magie noch viel stärker.

Zusammen mit dem Mantel wird der Alltag an der Tür abgegeben, und man betritt eine Weihnachtswelt mit grossen Leuchtern, warmem Kerzenlicht und weihnachtlicher Dekoration samt Christbaum auf der Bühne. Ein sonderbares, aber äusserst liebenswertes Paar (Cécile Steck und Didi Sommer) begrüssen die Gäste, und schon bald beginnt der Monti mit seiner winterlichen Magie.

Pingpong-Jonglage, das hat abgesehen von den kleinen weissen Bällen kaum etwas mit dem chinesischen Spiel zu tun. Auf witzige Weise pustet Fouzia Fofo Rakez die kleinen Bälle aus dem Mund, sodass sie mehrere Meter weiter im Mund ihres Partners David Eriksson landen – und umgekehrt.

Im selben Moment fliegen zwei strahlende Engel auf die Zuschauer hinunter, und auf der Bühne spielt die Band um Sängerin Sandra Suter bekannte Weihnachtslieder. Liebenswert, zum Schmunzeln und Staunen, so könnte man den ersten Teil des Monti Variété umschreiben. Doch selbstverständlich ist das noch nicht alles.

Pastinaken-Suppe mit Birnen

«Artisten für das Auge, eine Live-Band für das Ohr und Köstlichkeiten für den Gaumen», so preist die Zirkusfamilie Muntwyler ihr Variété an, das in der weihnachtlich verwandelten neuen Halle des Winterquartiers daheim ist. Und damit versprechen sie nicht zu viel, denn Pastinaken-Suppe mit Birnen, Gratin Dauphinois und lauwarme Rotweinpflaumen sind nur einige der Leckereien des 4-Gang-Menüs, das die Gäste erwartet.

Im Handstand auf nur einer Hand dreht sich Laura Tikka, während sie vergnügt ins Publikum lächelt. Ihre Schwester Ulla Tikka und Andreas Muntwyler lassen die Herzen schmelzen, wenn sie auf einem dünnen Drahtseil tanzen und sich dabei zärtlich ansehen, als schwebten sie durch einen Ballsaal.

Und immer wieder lässt das liebenswerte Pärchen Steck und Sommer das Publikum lachen. Selbst als sie auf dem «allerersten Cinematographen» einen Horrorfilm über einen Mann abspielen, dessen Toupet von seinem Kopf direkt in den dunklen Schwarzwald geweht wird, verstärken sie nur die Freude des Publikums. Ebenso wie das schwedische Pingpong-Duo, das sich aufs Trapez schwingt, während die Schwestern Tikka an Bungee-Seilen über das Publikum fegen und grossen Spass zu haben scheinen.

Gaumen, Herz und Gemüt

Glitzernde Kleider, Samt und strahlende Gesichter tragen dazu bei, dass sich das Publikum einen Abend lang einfach nur wohlfühlt. «Was der Sonnenschein für die Blumen ist, das sind lachende Gesichter für die Menschen», sagte einst Joseph Addison. Und in den trüben, sonnenlosen Dezembertagen sind solche Abende, an denen man mit strahlendem Gesicht nach Hause gehen kann, doch umso wichtiger. Ein Abend für Gaumen, Herz und Gemüt.

Genau das scheinen sich auch die Monti-Liebhaber gedacht zu haben, denn obwohl ein Abend im Variété durch das Essen deutlich teurer ist als ein normaler Zirkusbesuch, sind die drei Vorstellungen bereits ausverkauft, sodass am 30. Dezember eine Zusatzvorstellung anberaumt wurde. «Es ist schön zu sehen, wie sich die Leute freuen», sagt Hildegard Muntwyler, Mutter des Zirkusdirektors.

Weitere Infos finden Sie online unter www.circus-monti.ch/events/variete

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