Die «Güggibueb»-Figur befindet sich in neuen Händen. Die Villmerger Jahrgänger 1964 übergaben das hölzerne Fasnachtssymbol den sogenannt aktuellen Jahrgängern 1965, genauer allen Einwohnern und auswärts wohnenden ehemaligen Klassenkameradinnen und -kameraden des Jahrgängervereins 1965, die 2015 exakt 50 Jahre alt werden.

Schlafmangel programmiert

Wie sieht es mit den Fasnachtsvorbereitungen der Jahrgänger 1965 aus? «Wir sind parat und wollen allmählich loslegen», gab OK-Chef Markus Portmann zu verstehen. Man sei zuversichtlich, dass die Narrenzeit ganz schön turbulent verlaufen werde. «Geniesst es, denn die fünfte Jahreszeit geht viel zu schnell wieder vorbei», riet Mirjam Keusch, die OK-Chefin der letztjährigen Fasnacht.

Die aktuellen Jahrgänger sind in erster Linie für die Weiterführung der traditionellen Bräuche innerhalb der Gemeinde zuständig. In Villmergen wird die Fasnacht bekanntlich gross geschrieben. Gleich drei Bälle stehen auf dem Programm, der Güggiball der Fasnachtsgesellschaft Heid-Heid am 7. Februar, der Jahrgängerball am 12. Februar sowie der Musik- und FC-Ball am 14. Februar.

Zum erwähnten Brauchtum gehört insbesondere das «Güggen». Dabei ziehen die 1965-er am Schmutzigen Donnerstag um 4 Uhr morgens mit ihren selbst geschabten, ausgekochten Kuhhörnern durch die Gemeinde und blasen in die Hörner. Dieser Brauch solle die bösen Geister vertreiben. Vielmehr reisst er vermutlich aber alle Einwohner aus dem Schlaf.

«Nach getaner Arbeit legen wir uns dann am Schmutzigen Donnerstag wieder ins Bett und schlafen noch etwas aus», witzelte Markus Portmann. Mirjam Keusch und Heinz Fischer, der Präsident der Jahrgänger 1964, konnte über diese Aussage nur lachen. «Die Hoffnung auf genügend Schlaf könnt ihr glatt vergessen, das wird garantiert nicht der Fall sein», teilte Fischer mit.

Pläne bleiben Überraschung

Wenn es um die genauen Pläne für die Fasnacht geht, geben sich die 1965-er geheimnisvoll. «Unser Motto darf ich verraten», erläuterte Präsident Bruno Leuppi, es lautet: Töfflizit.» Bei der Umsetzung des Mottos werde auf den Überraschungseffekt gesetzt. «Ich kann nur so viel sagen: Es wird einmalig, ja grossartig», ergänzte Portmann. Dies sei all den Mitgliedern und den zahlreichen stillen Helferinnen und Helfern zu verdanken. «Viele Leute waren und sind mit Herzblut dabei, auch wenn nicht alle zu den passioniertesten Fasnächtlern zählen», gab Leuppi zu verstehen..

«In Villmergen erhält man wirklich von allen Seiten tolle Unterstützung», pflichtete Fischer bei. An dieser Stelle gebühre den Vorgängern, die den 65-ern mit Rat und Tat zu Seite gestanden hätten, ein Kompliment, merkte Portmann an. «Eines muss man euch 64ern lassen, ihr bleibt uns immer ein Jahr voraus», scherzte er. Solche kleinen Sticheleien können sich die zwei Jahrgängerverein nicht verkneifen.