Glänzende Kinderaugen und eine zauberhaft verschneite Stimmung empfingen am Sonntagabend die zwölf prächtig gekleideten Chläuse, die mit ihren schwarz gewandeten Schmutzli im Gefolge den Hügel zur Kirche St. Peter und Paul hochschritten. Von Weitem sah man die hoch aufragenden, gülden verzierten Tiaras der Schutzheiligen herannahen. Tanzende und leuchtende Punkte im Umzug stammten von den wunderschönen, selbst gefertigten Laternen der Villmerger Erstklässler, die die Leuchten stolz vor sich her trugen.

Pfarrer Paul Schuler leitete sichtlich erfreut über die zahlreichen Kirchenbesucher durch den Abend und erzählte den Kindern in einer kurzen Geschichte, wie der Heilige Nikolaus Bischof von Myra wurde. Darauf wurden die Bischofsstäbe der Chläuse gesegnet, deren Träger den Segen in die vielen Haushalte mitbringen.

Belohnung für Klausverse

Höhepunkt und Abschluss bildete das traditionelle Aufsagen von Klausversen durch die Kinder. Die Chläuse belohnten den Mut und die heiteren, nachdenklichen, manchmal spitz-
bübischen Worte der Kleinen mit Gaben aus ihrem Jutesack. Dann zogen sie aus, um im Dorf unter anderem den Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenheims «Obere Mühle» noch eine Freude zu bereiten.