Es ist so üblich bei Staatsbesuchen, dass die Gäste Geschenke austauschen. Vielleicht hat die ehemalige Bundesrätin Doris Leuthard 2018 einen Kristall mit nach China genommen oder ein Schweizer Sackmesser, sie jedenfalls hat eine Holzschnitzerei mit nach Hause genommen. Diese hängt jetzt im Postlonzihaus, ein Geschenk von Leuthard an das Ortsmuseum Merenschwand. Hier ist übrigens auch die erste Schultasche der späteren Bundesrätin zu sehen, in einer nachgebildeten Schulstube.

Das Postlonzihaus hat neben unzähligen Alltagsgegenständen auch viele Kleinode und Spezialitäten sowie Kuriositäten zu bieten. Hier wird seit Jahrzehnten in vielfältigster Weise dokumentiert, wie die Gross- und Urgrosseltern das Leben im Dorf gemeistert haben. Gebrauchsgegenstände und Handwerk, Wohnungseinrichtungen und ganze Werkstätten erzählen von vergangenen Zeiten im Dorf und der Region. Während des Jahres finden Ausstellungen und vielfältige kulturelle Veranstaltungen darin statt, es gibt Führungen und auch Schulklassen entdecken das Museum immer öfter als spannenden Unterrichtsrahmen. Kurator Bruno Käppeli begrüsst Schulklassen besonders gern. Mit einem Wettbewerb gibt es für sie nach der Führung sogar Preise zu gewinnen.

1987 gegründet

Das Ortsmuseum Postlonzihaus wurde auf Initiative von Leo Weber und der Kulturkommission Merenschwand 1987 gegründet. Frondienstarbeiten von Josef Küng, Fredy Keusch und Bruno Käppeli trugen während Jahren zum Ausbau und der Ausstellungsgestaltung bei. Käppeli rettet auch heute alles Mögliche vor der Verschrottung. Die grosse Fotobüchersammlung von Josef Koch, Leo Weber und Bruno Käppeli bereichern das Museum zusätzlich.