Wohlen
Bürokratiehürden überwundenen: Hilfskonvoi ist startbereit

Der Verein Help-Point Sumy startet morgen Samstag mit dem nächsten Konvoi in die Stadt Sumy, im Nordosten der Ukraine, ca. 400 Kilometer von der Hauptstadt Kiew entfernt. Neben Materal begleiten auch vier Polizei- und Feuerwehrautos den Konvoi.

Dominic Kobelt
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Bereits zum 15. Mal transportieren freiwillige Helfer Material für Spitäler, Feuerwehren und Schulen nach Sumy. 22 Fahrer und 2 Fahrerinnen bringen um die 100 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine.

Neben dem Material sind auch drei Autos der Kantonspolizei Aargau und ein Feuerwehrauto aus Luzern Teil des Konvois. Der ukrainische Botschafter besuchte gestern Abend die Vorbereitungen.

Vereinspräsidentin Marianne Piffaretti bat ihn, sich dafür einzusetzen, dass die bürokratischen Hürden in der Ukraine kleiner würden: «Acht Ministerien mussten ihre Bewilligung erteilen, dass wir nach Sumy dürfen.»

Der Botschafter erklärte die komplizierte Situation mit Missbräuchen, die in letzter Zeit häufig vorgekommen seien: «Es wurden Waren geschmuggelt.»

Er werde sich aber dafür einsetzen, dass die echten Hilfsprojekte nicht mehr darunter leiden würden. «Ich kann Ihnen trotz Bürokratie versichern, es gibt Leute, die zu schätzen wissen, was sie tun», sagte er.

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