Waltenschwil

«Burglind» begräbt den Teufel und hinterlässt hohe Kosten

«Der Teufel auf der Isenburg» wurde unter der Steinplatte begraben.

«Der Teufel auf der Isenburg» wurde unter der Steinplatte begraben.

Die Skulptur «Der Teufel auf der Isenburg» auf der Sagenstrasse in Waltenschwil blieb vor «Burglind» nicht verschont. Auch weitere Wege sind betroffen — damit verbleiben nicht nur beschädigte Wegweiser, sondern auch teure Schäden.

Das Sturmtief «Burglind» hat das Freiamt von seinen Bösewichten befreit: Es begrub den Teufel unter einer Steinplatte und befreite die Jungfrauen aus den Fängen des «Roten Wyssebachers». Auf diese Art erzählt, klingt die Gehichte fast schon schön. Dabei geht es eigentlich um teure Schäden, die der Sturm auf dem Sagenweg im Waltenschwiler Wald angerichtet hat.

Auf die Skulptur 2, «Der Teufel auf der Isenburg» von Bertha Shortiss, fielen mehrere Tannen. Diese beschädigten die rote Frau vor der Steinplatte, stiessen Letztere um und begruben den Teufel darunter. Ob und wie die Skulptur zu reparieren ist, kann erst nach dem Räumen der Bäume abgeschätzt werden, schreibt Erlebnis Freiamt.

Der andere Bösewicht des Sagenweges, «Der Rote Wyssenbacher» hatte mehr Glück: Die Tannen beschädigten die Skulptur nicht, befreiten aber die Jungfrauen aus ihrer misslichen Lage hoch oben in den Bäumen. Dabei musste die eine oder andere nun wirklich ihr Leben lassen.

Andere Wege weniger betroffen

Von den vier Wegen, die Erlebnis Freiamt unterhält, ist der Sagenweg am schwersten betroffen. Mehr Glück hatte der Kinderweg in Benzenschwil. Eine Tanne fiel neben die zweite Brücke und beschädigte sie. Auch die neu erstellten Kletterstangen sind unter Ästen einer gestürzten Tanne begraben.

«Den mehr als 190 Kilometer langen Freiämterweg konnten die Betreuer noch nicht vollständig ablaufen, um nach beschädigten Wegweisern und fehlenden Markierungen Ausschau zu halten», heisst es weiter. Da der Freiämter- wie auch der Veloweg meist über befestigte Waldstrassen führen, sind die Förster und deren Mitarbeiter für die Räumung zuständig. «Erstaunlich, wie schnell diese trotz der beachtlichen Menge an umgefallenen Bäumen reagiert und die Wege freigemacht haben», freut sich Fredy Zobrist, Vorstandsmitglied von Erlebnis Freiamt.

Mit 25 000 Franken setzt der Verein fast die Hälfte seines Budgets für den Unterhalt und den Betrieb seiner Themenwege ein. Die von «Burglind» angerichteten Schäden strapazieren dieses nun schon zu Beginn des Jahres arg. «Es ist zu hoffen, dass die gegenwärtigen Stürme Evi und Friederike weniger Schaden verursachen», so Zobrist. (az)

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