Wohlen

Bunte Trachten bei «Begegnung der Kulturen»

Begegnung der Kulturen 2019

Trachten am «Begegnung der Kulturen» 2019

Begegnung der Kulturen 2019

Die fünfte Austragung der «Begegnung der Kulturen» war dummerweise am selben Datum wie das ibw-Jubiläum – doch daraus wurde eine perfekte Ergänzung.

Die Villmerger Trachtenfrauen stechen mit ihren hübschen Hüten und den aufwendigen Stickereien normalerweise total heraus, wenn sie irgendwo hinkommen. Doch am Samstag waren sie unter ihresgleichen. Für einmal fand man aber nicht verschiedene Trachten aus der Schweiz, sondern aus der ganzen Welt. Die Äthiopierinnen leuchteten in Orange, die Trachtentänzergruppe aus Kroatien in Beige, Blau und Gold.

Hier wurde Salsa getanzt, dort gab es Spezialitäten aus Sri Lanka oder Vietnam zu probieren und natürlich durften auch hausgemachter Zopf und Konfi nicht fehlen. Ein buntes Durcheinander – oder eher Miteinander – von Kulturen, Farben, Geschmäckern, so hat sich das Fest «Begegnung der Kulturen» in den letzten Jahren etabliert. Und spätestens, wenn man sieht, wie eine Dame im Hijab spontan einer älteren Frau über eine Stufe hilft und sie sich gegenseitig anlächeln, bevor jede ihrer Wege geht, wird klar, dass die Organisatoren genau das erreicht haben, was sie vor hatten: Kulturen, Generationen, Menschen zu verbinden.

«Integration geht uns alle an»

94 Nationen leben in den vier Gemeinden Wohlen, Villmergen, Dottikon und Dintikon, zwischen denen die Austragung der «Begegnung der Kulturen» jeweils wechselt. Darum hält Mitinitiant und SP-Grossrat Thomas Leitch fest: «Integration geht uns alle an, jeden einzelnen und jede einzelne. Eine nachhaltige Integration kann nur stattfinden, wenn wir die vorurteilsfreie Begegnung der Kulturen von heute hier in Wohlen auch im Alltag weiter pflegen.» Darum sei es wichtig, die verschiedenen Kulturen der Region auch zu fördern und sichtbar zu machen «und dadurch Vorurteile und Hürden im Zusammenleben abzubauen und zu überwinden». Darum soll dieses Fest dazu dienen, das Schöne und Gemütvolle mit allen Sinnen zu geniessen.

Letzteres musste man den Feiernden nicht zweimal sagen. Bei wunderbarem Wetter und dem Sternenplatz als sehr passendem Austragungsort war es leicht, mit Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen in Kontakt zu kommen. Und zwar nicht nur für die vielen spielenden Kinder.

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