Kantonalturnfest Freiamt

Bundesrätin Doris Leuthard zum Festauftakt: «Wenn Freiämter das machen, wird das eine Supersache»

Bundespräsidentin Doris Leuthard wurde bei ihrer Ansprache begleitet von 180 Kindern mit Ballonen, die sie anschliessend als Zeichen der Festeröffnung in den Himmel steigen liessen. Eddy Schambron

Bundespräsidentin Doris Leuthard wurde bei ihrer Ansprache begleitet von 180 Kindern mit Ballonen, die sie anschliessend als Zeichen der Festeröffnung in den Himmel steigen liessen. Eddy Schambron

Bundespräsidentin Doris Leuthard eröffnete das Aargauer Kantonalturnfest Freiamt. Um die Infrastruktur für das grosse Fest aufzubauen, waren 40 bis 80 Personen auf dem Platz. Rund 13'000 Turnerinnen und Turner aus rund 500 Vereinen werden zu den Feierlichkeiten erwartet.

Sie war früher selber eine aktive Turnerin, sogar sieben Jahre Präsidentin des Damenturnvereins Merenschwand. Gestern hat Bundespräsidentin Doris Leuthard das Aargauer Kantonalturnfest Freiamt in Muri eröffnet. «Ich bin sehr dankbar, dass es die Turnvereine gibt», sagte sie. «Sie stellen nicht nur ein gutes und günstiges Angebot für die Fitness bereit, sondern bieten auch noch Geselligkeit, Freundschaften und sorgen so für den sozialen Kitt.»

Leuthard betonte den grossen Wert der Freiwilligenarbeit, die auch in den Vereinen geleistet wird. «Müsste der Staat das alles bezahlen, müsste er Konkurs anmelden.» Das Organisationskomitee und alle Helferinnen und Helfer hätten eine tolle Leistung gezeigt und eine grossartige Infrastruktur für das Kantonalturnfest aufgebaut.

«Das zeichnet euch aus. Ihr wollt etwas leisten, euch ist Gemeinschaft wichtig, man kann hierhin kommen, ohne etwas zu zahlen und sich vergnügen. Als ich die Einladung angenommen habe, wusste ich natürlich: Wenn Freiämter das machen, wird das eine Supersache.» 180 Kinder mit farbigen Ballonen hatten die Bundespräsidentin empfangen und die Ballone zur Eröffnung des Festes in den Himmel steigen lassen.

Zusammen stark

Frauenpower auch mit drei Vorrednerinnen: Vizeammann Milly Stöckli, Muri, Vizeammann Claudia Dober, Merenschwand, und Gemeinderätin Yvonne Notter, Sins, lobten die drei Turnvereine ihrer Gemeinden, die zusammen dieses Turnfest auf die Beine stellen. «Wir haben grossen Respekt vor eurer Leistung, ihr bewegt, begeistert und berührt uns», sagte Stöckli.

Zusammen ist man stärker als allein, stellte Notter fest. «Diesen Team-Spirit sollten wir in unsere tägliche Arbeit einfliessen lassen.» Und Dober knüpfte an: «Die Zusammenarbeit von drei Vereinen ist auch für andere Regionen wegweisend.»

Riesenaufwand

Fredy Klausner, neben Sarina Baumgarten und Josi Winiger im Präsidium des Kantonalturnfestes 2017, liess erahnen, was hinter der Organisation eines solchen Anlasses steckt. Täglich waren 40 bis 80 Personen auf dem Platz, um die Infrastruktur aufzubauen. Mit dem Abbau kommen so 30'000 Stunden Fronarbeit zusammen. Dafür werden rund 13'000 Turnerinnen und Turner aus rund 500 Vereinen viel Freude haben – eben weil «us puurer Froid», so das Motto, ganz viele Leute ganz viel Arbeit geleistet haben und noch leisten werden.

Umrahmt wurde die vor einer eindrücklichen Publikumskulisse stattfindende Eröffnung einerseits durch die Musikgesellschaft Muri und die Tambouren, andererseits durch gelungene Darbietungen des Teams Aerobic Boswil, des TV Niederwil, der King Cats aus Mühlau und der GeTu Sins-Oberrüti. Die Kantonalfahne ist jetzt in Muri, Gabi Loosli aus Würenlos verlas den Eid der Richter und Thomas Schmid, Hägglingen, denjenigen der Turner. Damit ist der Weg frei für faire Wettkämpfe und Spiele.

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