1. August

Bundesfeier steht auf der Kippe: Nun sucht dieser Rottenschwiler auf eigene Faust nach Freiwilligen

Gion Huonder nimmt die Organisation der Rottenschwiler Bundesfeier selber in die Hand.

Gion Huonder nimmt die Organisation der Rottenschwiler Bundesfeier selber in die Hand.

Um doch noch eine Bundesfeier in Rottenschwil auf die Beine stellen zu können, sucht Gion Huonder zwölf Leute, die bei den Vorbereitungen und dem Fest am Abend des 31. Juli freiwillig mithelfen.

«Die Landfrauen haben diese Woche mitgeteilt, dass sie nicht mehr als zwei Frauen stellen können. Das verunmöglicht dem Verein Kellerämter Chuchi seinerseits die Führung der Gastwirtschaft. Die Durchführung der Bundesfeier wird damit unsicher.»

Diese Mitteilung veröffentlichte die Gemeinde Rottenschwil vor ein paar Wochen in ihren Nachrichten. Eine Mitteilung, die Gion Huonder den Kopf schütteln liess. «Am ersten August feiert man die Eigeninitiative, die für die Schweiz so prägend ist.

Und jetzt soll ein im Dorf so begehrter Anlass abgesagt werden, nur weil die Vereine ihn nicht mehr organisieren? Das beisst sich doch», erzählt Huonder aufgebracht.

Mehr Leute heisst weniger Arbeit

Er selber habe in den vergangenen Jahren an der Bundesfeier, die in Rottenschwil jeweils am 31. Juli stattgefunden hat, teilgenommen und es stets sehr genossen.

Dass dieses Fest auch bei den anderen Dorfbewohnern sehr beliebt war, zeigten die Besucherzahlen: «Ein Viertel der ganzen Bevölkerung wurde an der letzten Feier gezählt. In Zürich wären das 100 000 Leute», rechnet er vor.

Bei so vielen Besuchern könne er es sich schlicht nicht vorstellen, dass niemand bereit sei, das Fest zu organisieren: «In unserem Dorf leben rund 800 Menschen. Wenn wir die Mitglieder dieser beiden Vereine und die Kinder abziehen, bleiben immer noch viele Leute übrig. Diese wurden gar nicht angesprochen.»

So habe er sich kurzerhand dazu entschlossen, das Ruder selber in die Hand zu nehmen und ein Organisationskomitee auf die Beine zu stellen. Dafür benötige er ungefähr zwölf Rottenschwilerinnen und Rottenschwiler, die dazu bereit wären, bei den Vorbereitungen und beim Fest am Abend des 31. Juli mitzuhelfen.

«Bis jetzt haben sich drei Leute gemeldet. Ich bin aber sicher, dass es noch mehr gibt, die gerne dabei wären», erklärt er begeistert. Je mehr Leute sich melden, desto weniger Arbeit gebe es für den Einzelnen.

Geld soll kein Ziel sein

Aus früheren Positionen in vorständen von Vereinen hat Gion Huonder bereits viel Erfahrung, was das Organisieren von solchen Anlässen betrifft. So weiss er auch, wie viel Arbeit es bedeutet. Doch er ist guter Dinge. «Das Konzept wird nicht viel anders sein als in den Jahren zuvor – ausser natürlich, das Komitee hat noch andere Ideen», verrät er.

Die Festbänke werde die Gemeinde zur Verfügung stellen. Fehlen also noch die Dekoration, ein Grill und vor allem Man- beziehungsweise Womanpower. «Es braucht Leute, die für das Auf- und Abbauen zuständig sind, jemanden, der grilliert, und solche, die die Kasse übernehmen werden», zählt Huonder die einzelnen Aufgaben auf.

Eines will er jedoch gleich klarstellen: «Bei diesem Anlass geht es nicht darum, dass ich zum Schluss den beteiligten Geld verteilen kann.» Was genau mit dem Profit geschehe, sei noch offen. Interessierte werden gebeten, sich in den kommenden Tagen per Mail bei Gion Huonder zu melden: huonder@ergio.ch

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