Freizeit-Angebote
Bund stellt Zahlungen ein – Erlebnis Freiamt zündet Charmeoffensive

Für die Erhaltung von verschiedenen Freizeitangeboten von Erlebnis Freiamt steht ab 2016 weniger Geld zur Verfügung. Nun will der Verein mehr Personen als Mitglieder gewinnen. Bereits gesichert für die nächsten fünf Jahre ist der Sagenweg.

Dominic Kobelt
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Zum 4. Geburtstag des Sagenweges organisierte Erlebnis Freiamt eine Velosternfahrt.

Zum 4. Geburtstag des Sagenweges organisierte Erlebnis Freiamt eine Velosternfahrt.

Toni Widmer

Im Zuge des Strukturprogramms «Neue Regionalpolitik» bekam der Verein Erlebnis Freiamt seit 2012 Geld von Bund und Kanton zugesprochen. «Für jeden Franken, den wir im Verein durch die ehrenamtliche Tätigkeit verdienen, bekommen wir noch zwei Franken dazu», erklärt Peter Hägler, Präsident von Erlebnis Freiamt. «Wir haben eine grosse Bereitschaft gespürt, die Region zu fördern.»

Ab 2016 läuft das Projekt aus und der Verein muss sich wieder vollumfänglich aus den Beiträgen von Gemeinden, Regionalplanungsverbänden, Betrieben, Vereinen, Institutionen und Privaten finanzieren.

Sorgen macht man sich deswegen nicht: «Mit den Geldern, die wir zusätzlich zur Verfügung hatten, konnten wir eine gute Basis legen. Wir haben kein Feuerwerk gezündet, sondern langfristige Projekte realisiert», sagt Beni Kreuzer, Medienverantwortlicher.

So wurden etwa Prospekte und Wanderführer überarbeitet und die Beschilderung unterhalten. Jetzt sei man auf einem guten Stand, möchte aber noch mehr Mitglieder gewinnen – momentan sind es an die 80. «Ich werde an diversen Gemeindeanlässen dabei sein und erzählen, was wir so machen. Dafür hatten wir bis jetzt noch zu wenig Zeit», sagt Hägler.

Mit der Charmeoffensive möchte der Verein die Leute dafür sensibiliseren, dass mit den Wegen viele Unterhaltsarbeiten verbunden sind. «Unsere Angebote sind schon recht bekannt. Dass es aber eine Dachorganisation braucht und Leute, die die Wege instand halten, ist weniger geläufig. Für den Freiämterweg alleine benötigen wir 7000 Franken jährlich.» Der Freiämterweg, über 180 Kilometer lang, ist der längste ausgeschilderte Themenweg des Kantons.

Sagenweg gesichert

Bereits jetzt konnte der Verein aber verkünden, dass der Sagenweg, eines der Flaggschiffe des Vereins, für die nächsten fünf Jahre gesichert ist. «Darüber freue ich mich sehr», sagt die Verantwortliche Rosmarie Groux. Details wollte sie indes noch nicht bekannt geben. Der Sagenweg feiert dieses Jahr sein 5-jähriges Bestehen.

2010 schufen zwölf Künstlerinnen und Künstler im Wald Skulpturen zu je einer Freiämter Sage. Die Kunstwerke sind zwischen dem Tierpark Waltenschwil und dem Erdmannlistein auf einer Länge von 800 Metern zu bewundern.

In Zukunft möchte man die Angebote, nebst dem Sagenweg sind da besonders der Freiämterweg und der Kinderweg zu nennen, in der Region noch bekannter machen. «Wir sind eine Tagesausflugs-Destination», so Hägler, «ein kleiner, aber spannender Fleck.» Viele Besucher sind aus den angrenzenden Regionen, besonders aus den Nachbarkantonen Zürich, Zug und Luzern.

Vermehrt möchte der Verein die Einheimischen dazu einladen, ihre Heimat zu entdecken. Dass Gäste das Freiamt mehrheitlich nur einen Tag besuchen, hat der Verein auch daran festgestellt, dass die zwei- und dreitägigen Angebote, die man ins Programm aufgenommen hat, nur wenig Erfolg verbuchen konnten. «Die Nachfrage war zu gering, deshalb verzichten wir dieses Jahr wieder darauf», erklärt Kreuzer.

Heimatkunde und Geografie

Einzig der Nachttrail am 26. und 27. September geht über einen Tagesausflug hinaus. Er startet mit einem Abendessen und einer anschliessenden Wanderung zum Sagenweg. In der Nacht kehrt die Gruppe dann nach Bremgarten zurück, wo man übernachtet und am nächsten Tag noch eine Stadtführung geniessen darf.

Weiter stehen eine Frühlingswanderung von Sins nach Muri, eine Velo- und eine E-Bike-Tour, eine Käfersafari und weitere Ausflüge auf dem Programm. «Wir vermitteln Heimatkunde, Geografie und Geschichte», beschreibt Hägler die Anlässe. Auch für den Sagenweg und den Kinderweg sind öffentliche Veranstaltungen geplant.