Doppelmord Sarmenstorf

Bruder von A.S. fand die toten Eltern: «Was er getan hat, ist nur böse»

Der Tatort des Familiendramas in Sarmenstorf

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S.S. fand seine Eltern tot in der Küche. «Überall war Blut», sagt er. Er habe gleich daran gedacht, dass sein Bruder A.S. der Täter sei. Für ihn könne er im Moment keine Gefühle empfinden.

Als der 29-jährige S.S. das Haus betrat und rechts in die Küche schaute, sah er seine Eltern auf dem Boden liegen. «Ich habe nicht richtig hingeschaut. Aber ich habe gemerkt, dass sie nicht mehr leben», sagt S.S. im Gespräch mit dem «Blick»

Überall sei Blut gewesen. Sein Vater, der 64-jährige E.S., sei mit nacktem Oberkörper auf dem Bauch gelegen. In seinem Rücken hätten Löcher geklafft. Seine Mutter sei auf dem Rücken gelegen. Er habe eine Küchenschere und einen kleinen Baseballschläger gesehen, dann sei er hinausgerannt, so S.S. 

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Er habe Angst gehabt, dass sich noch jemand im Haus befinde. Dabei habe er gleich an seinen Bruder gedacht, dass er ausgerastet sei. Bei der nahen Schule habe er Alarm geschlagen, so S.S. «Ich habe nur noch geweint. Ich hatte meine Eltern doch gern»

S.S. bestätigte, dass sein Bruder seit längerem psychische Probleme gehabt habe und sich diese in letzter Zeit verstärkt hätten. Er sei vermehrt «komisch drauf» gewesen. Immer wieder habe er erzählt, dass der Vater ihn schlecht behandle und schlage. A.S. sei auch schon einmal im Gefängnis gewesen, weil er Rechnungen nicht bezahlt habe. Und wegen einer Schlägerei musste er auch schon vor Gericht. 

S.S. sagt, er habe im Moment keine Gefühle für seinen Bruder: «Was er getan hat, ist nur böse.» (az)

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