Bremgarten/Zürich
Bremgarter Schnellbus profitiert von neuer Ausfahrt in Zürich

Der Schnellbus der Linie 444 von Bremgarten nach Zürich-Enge darf ab nächstem Jahr nach dem Üetlibergtunnel auf die Allmendstrasse abfahren und entkommt so dem Morgenstau im Tunnel.

Robert Benz
Drucken
Teilen
Der Schnellbus nach Zürich-Enge darf ab nächstem Herbst am Morgenstau auf der A4 vorbei fahren. Archiv/AZ

Der Schnellbus nach Zürich-Enge darf ab nächstem Herbst am Morgenstau auf der A4 vorbei fahren. Archiv/AZ

Niemand steht gern im Stau, schon gar nicht, wenn er zur Arbeit muss. Vielen Freiämtern passiert jedoch genau das Morgen für Morgen auf der Westumfahrung Richtung Zürich, und zwar sowohl im Auto als auch im Schnellbus der Linie 444 von Bremgarten nach Zürich-Enge. Durch das grosse Verkehrsaufkommen staut sich der Verkehr bis in den Üetlibergtunnel zurück. Der Schnellbus wird zum Stehbus, denn er darf nicht an der Wagenkolonne vorbeifahren.

Wie der «Tagesanzeiger» berichtet und der Leiter der BDWM Transport AG Severin Rangosch bestätigt, hat das Bundesamt für Strassen (ASTRA) einer Lösung für dieses Problem zugestimmt. Diese ist schweizweit einzigartig.
Nach mehrmaligem Nachfragen der Kantone Zürich und Aargau, der Postauto AG, den Zürcher Verkehrsbetrieben (ZVV) und, last but not least, der BDWM hat das ASTRA beschlossen, dass die Busse der ZVV und der BDWM kurz nach dem Üetlibergtunnel von der Autobahn A3 abfahren dürfen. Sie werden über eine Spezialausfahrt auf die parallel verlaufende Allmendstrasse geführt.

Laut Severin Rangosch hat dies zur Folge, dass die Busse auch erstmals legal an der stehenden Kolonne im Tunnel vorbeifahren dürfen. «Wir sind begeistert von dieser Entscheidung des ASTRA. Der Zeitverlust am Morgen wird sich minimieren und in Zukunft kaum mehr als fünf Minuten betragen. Das ist wirklich sehr erfreulich», so der Chef des Bremgarter Transportunternehmens.

Momentan ist die Situation für die Pendler vor allem am frühen Morgen nicht zufriedenstellend. In den Bussen, die zwischen 6 und 8 Uhr verkehren, sind Verspätungen die Regel, im schlimmsten Fall kommt der Schnellbus bis zu 30 Minuten zu spät in Zürich an. Die bisherige Ausweichroute nach dem Üetlibergtunnel über die Ausfahrt Wollishofen hatte zur Folge, dass die Haltestelle Sihlcity nicht bedient werden konnte.

Auch dieses Problem wird mit der geplanten Lösung behoben. Laut dem ASTRA ist bereits eine Spur der A3 reserviert und wird abgebaut, um die Spezialausfahrt zu ermöglichen. Zurzeit wird noch darüber diskutiert, wie verhindert werden kann, dass auch Privatautos an besagter Stelle die neue Ausfahrt als Schleichweg benutzen.

Laut Astra-Sprecherin Karin Unkrig müssen sich die Pendler noch bis im nächsten Herbst gedulden. Die Umbauarbeiten sollen «irgendwann im Sommer 2014» vorgenommen werden.