Freudestrahlend standen die diesjährigen Gewinner des «Bremgarter Leu» dicht gedrängt auf der Bühne. Die Schpitelturm-Clique sowie die Organisatorinnen des Rüssknaller Balls dürfen den Löwen-Skulpturen für die nächsten Monate ein neues Zuhause geben. «Wir sind sehr, sehr, sehr glücklich», bekunden die Ball-Organisatorinnen kurz nach der Übergabe. Einen Vorgeschmack darauf, wie der Abend wohl verlaufen würde, gab es bereits beim Eingang des Casinos Bremgarten. Freundliche Damen standen dort mit Körben voller Ohrenstöpseln parat, dazu gab es den dezenten Hinweis: «Es könnte ein wenig lauter werden.» Damit versprachen sie nicht zu viel. Nachdem Stadtammann Raymond Tellenbach die Preisträger und zahlreichen Gäste begrüsst hatte, eroberte die Gugge Sädelgeischter den Saal und stimmte die Besucher auf den Abend ein, die sich gut gelaunt mitreissen liessen.

Stadtammann Raymond Tellenbach zum Förderpreis: «Zum 13. Mal verleiht die Ortsbürgergemeinde Bremgarten diesen Preis, der mit 10 000 Franken dotiert ist. Der Bremgarter Leu zeichnet jene aus, die sich für das Wohl unserer Stadt einsetzen.» Damit übernahmen die Laudatoren Stefan Troxler, Giovanni Ming, Tschösy Meier, Heinz Bergamin und Franky Weber die Bühne, allesamt Freunde der Preisträger: «Jo, ine Versform händ mer die Laudatio gesteckt, zom Thema Fasnacht esch das doch perfekt!» Gelobt wurden die beiden Fasnachts-Gruppierungen für ihr kulturelles Engagement. Zur Kultur gehören neben Malerei, Wissenschaft eben auch viele Volksbräuche, so die Redner. Darum seien sie sehr froh, dass die Teams für ihren Einsatz zum Weiterbestand der alten Fasnachtsbräuche nun geehrt und gefeiert werden. Schliesslich seien sie mit sehr viel Herzblut bei der Sache.

Glückliche Preisträger

Diesen Aussagen stimmte der Stadtammann zu, er präsentierte daraufhin nicht nur einen Bremgarter Leu, sondern gleich zwei. Über ihre Gesellschaft dürfen sich nun die SchpitelturmClique sowie der Rüssknaller Ball freuen, die sich sehr glücklich darüber zeigten. Der ehemalige Stubenmeister der Schpiteler, Marcel Buchmann, verwies in seiner Dankesrede auf die Chronik der Gruppe, die 1962 zu folgendem Zweck gegründet wurde: «Der Zweck ist, das fasnächtliche Leben unserer Stadt sowie die fasnächtlichen Bräuche für alle Zeiten zu erhalten und zu fördern.» Daran halten die Schpiteler nun seit 56 Jahren fest.

Sue Rey und Andrea Meier, die Organisatorinnen des Rüssknaller Balls, zeigten im Fasnachtsoutfit und in natürlich Versform ihre Freude: «Drom bedanked mer eus vo ganzem Herze för de ober coole Pris, es esch e grosszögigi, grandiosi, super schöni Anerchännig för euse Fliiss.» Einen Wermutstropfen gab es dennoch, Meier und Rey werden nach der Fasnacht 2019 aufhören. Doch sie haben eine Gruppe gefunden, die den Ball weiter in ihrem Stil organisieren wird.