Bremgarten
Bremgartens Vizeammann Rolf Meier überraschend abgewählt

In Bremgarten sind alle vier Stadtratssitze für die Periode 2014 bis 2017 auf Anhieb besetzt worden. Überraschenderweise abgewählt wurde Vizeammann Rolf Meier (CVP).

Lukas Schumacher
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Abgewählt: Rolf Meier

Abgewählt: Rolf Meier

AZ

Die erste Runde der Stadtrats-Erneuerungswahl brachte klare Verhältnisse, ein zweiter Wahlgang ist somit nicht nötig. Geschafft haben die Wiederwahl die vier bisherigen Stadtratsmitglieder Raymond Tellenbach, Monika Briner, Bernadette Sutter und Stefan Achermann. Unerwartet die Wahl verpasst hat der amtierende Stadtrat und Vizeammann Rolf Meier, der abgewählt wurde.

Im Sog der Fusion mit Hermetschwil-Staffeln ist der fünfte Sitz im Stadtrat ab 2014 für eine Person aus Hermetschwil-Staffeln reserviert. Doris Stöckli nimmt diesen fünften Sitz ein..

Bestresultat für Tellenbach

Das höchste Wahlresultat mit 1082 Stimmen erzielte Raymond Tellenbach (FDP), der amtierende Stadtammann. Rund 50 Stimmen weniger verbuchte Monika Briner (FDP), die das zweitbeste Ergebnis mit 1063 Stimmen erreichte. Den dritten Podiumsplatz sicherte sich Bernadette Sutter (CVP) mit 951 Stimmen, gefolgt von Stefan Achermann (BDP) mit 927 Stimmen. Rolf Meier (CVP) fehlten 80 Stimmen zur Wiederwahl, er erzielte 846 Stimmen.

Die Stimmbeteiligung war sehr mässig. Sie betrug bei der Stadtrats-Erneuerungswahl gut 37 Prozent. Nur jede(r) Dritte hat also gestern Sonntag die Neubesetzung der «Bremgarter Stadtregierung» mitbestimmt.

«Schwer enttäuscht»

Der abgewählte Rolf Meier zeigte sich vom Wahlresultat «schwer enttäuscht». Mögliche Erklärungen hat Meier nicht zur Hand, er könne das Ergebnis auch nicht nachvollziehen. «Selbstverständlich habe ich meine Meinung hin und wieder geäussert, aber polarisiert oder bei einem Sachgeschäft zünftig angeeckt habe ich in meinen drei bisherigen Stadtratsjahren nicht», sagte der 54-Jährige. Das Echo auf seine Stadtratstätigkeit sei stets zustimmend und positiv gewesen. Selbstverständlich werde er die bereits aufgegleisten Projekte wie «Gestaltung Züricherstrasse» oder das Hochwasserschutzprojekt bis Ende Jahr noch im Interesse des Städtchens und dessen Bewohner begleiten und betreuen.