Bremgarten
Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen: Stadt bildet Taskforce und sucht leerstehende Wohnungen

Statt 28 muss die Stadt Bremgarten bald 90 Flüchtlinge aufnehmen. Damit sie ihrer Aufnahmepflicht von Asylsuchenden und Geflüchteten aus der Ukraine nachkommen kann, hat der Stadtrat eine Taskforce gegründet, die sämtliche Unterbringungsmöglichkeiten im Stadtgebiet auslotet.

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Die Stadt Bremgarten sucht Unterbringungsmöglichkeiten für ukrainische Flüchtlinge.

Die Stadt Bremgarten sucht Unterbringungsmöglichkeiten für ukrainische Flüchtlinge.

Marc Ribolla (21.4.2022)

Bisher betrug die Aufnahmepflicht von Asylsuchenden für Bremgarten 28 Personen. Auf Ende April wird diese Aufnahmepflicht fürs Reussstädtchen gemäss Vorinformationen des Kantons auf etwa 90 Personen angehoben. Zudem rechnet der Stadtrat damit, dass die Aufnahmepflicht gemäss ersten Hochrechnungen des Kantons auf Ende Juli weiter massiv ansteigen könnte.

Damit die Stadt Bremgarten ihre Aufnahmepflicht von Asylsuchenden und Flüchtlingen erfüllen kann, ist sie auf die Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. Dies schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung.

Er ist überzeugt, dass sich bisher zahlreiche Privatpersonen beziehungsweise Gastfamilien aus Bremgarten für die Aufnahme von ukrainischen Flüchtlingen bei der Flüchtlingshilfe und beim Kanton gemeldet haben. «Diese Meldungen sind der Stadt leider nicht vollständig bekannt und bei den zuständigen Stellen bislang auch nicht erhältlich», heisst es in der Mitteilung weiter.

Der Stadtrat startet deshalb den Aufruf, dass alle, die sich bei der Flüchtlingshilfe und beim Kanton als Gastfamilien für ukrainische Flüchtlinge gemeldet haben, sich auch bei der Stadt melden, sofern das noch nicht erfolgt ist.

Einrichtungsgegenstände gesucht

Der Stadtrat sucht aber auch weiterhin nach leerstehenden Wohnungen, «zum Beispiel eine Einliegerwohnung oder eine derzeit nicht vermietete Wohnung». Für eine Meldung an die Sozialen Dienste wäre der Stadtrat ebenfalls dankbar.

Und er sucht verschiedene Möbel und andere Gegenstände zur Einrichtung von gemeindeeigenen Liegenschaften und angemieteten Wohnungen. Darunter Hausrat, Schränke, Betten und mehr. Zum Schluss heisst es: «Der Stadtrat dankt im Voraus herzlich für die gewährte Solidarität und Unterstützung aus der Bevölkerung.» (az)

Wer eine Wohnung zu vermieten oder Einrichtungsgegenstände abzugeben hat, aber auch alle, die Flüchtlinge aufgenommen und sich noch nicht bei der Stadt gemeldet haben, sollen dies bei der Abteilung Soziale Dienste unter 056 648 74 53 oder claudia.geissmann@bremgarten.ch tun.