Bremgarten
Stadtratswahlkampf ist lanciert: SVP-Präsident Müller tritt selbst als Sprengkandidat an

Die SVP der Stadt Bremgarten möchte bei den Erneuerungswahlen im Herbst einen Sitz im Stadtrat erobern. Präsident Claudio Müller, 37, nimmt die Herausforderung an, gegen die bisherigen Amtsinhaber zu kandidieren.

Marc Ribolla
Merken
Drucken
Teilen
Claudio Müller ist Präsident der SVP Bremgarten.

Claudio Müller ist Präsident der SVP Bremgarten.

zvg

«Der Startschuss zu meinem Wahlkampf ist am Donnerstag gefallen», erklärt Claudio Müller. Der Präsident der SVP-Ortspartei Bremgarten erhielt von der Generalversammlung die Unterstützung für die Kandidatur als Stadtrat. Müller kämpft somit am 26. September um den Einzug in die Exekutive.

Mit seiner Sprengkandidatur steht definitiv fest, dass der Bremgarter Souverän bei der Neubesetzung des Stadtrats eine Auswahl präsentiert bekommt. Die aktuellen fünf Amtsträger haben bereits ihre Wiederkandidatur erklärt.

Zurzeit besteht das Gremium aus Stadtammann Raymond Tellenbach (FDP), Vizeammann Doris Stöckli (parteilos), Theo Rau (Mitte), Daniel Sommerhalder (SP) sowie Claudia Bamert (Läbigs Bremgarte).

Nach Rücksprache mit Arbeitgeber und Familie sagte er zu

Die SVP wolle Verantwortung übernehmen und dem Linkstrend im Stadtrat entgegenwirken. «Die Partei sprach sich für einen jüngeren Kandidaten mit frischen Ideen aus. Nach Rücksprache mit meinem Arbeitgeber und meiner Familie habe ich zugesagt», erzählt Müller. Er wohnt im Ortsteil Hermetschwil-Staffeln, ist verheiratet und zweifacher Vater. Die SVP Bremgarten präsidiert er seit 2018.

Der gelernte Automatiker arbeitet zurzeit als Projektleiter und Lehrlingsverantwortlicher im Schaltanlagenbau. Er wisse, wie arbeitsintensiv die Aufgabe als Stadtrat sein würde.

«Es ist nicht einfach ein Jöbli, das man nebenbei erledigt.»

Der Wahlkampf werde eine Herausforderung, seine Chancen seien schwer einzuschätzen. «Ich möchte durch Ehrlichkeit und Authentizität die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger überzeugen. Wenn man Angst hat, muss man gar nicht erst antreten», erklärt Müller. Er wagt eine Kandidatur und hofft natürlich vor allem auf Stimmen aus dem bürgerlichen Lager. Denn: «Ich stehe auch für eine solche bürgerliche Politik ein.»