Bremgarten
OK-Präsident der Gewerbeausstellung 2021: «Falls es nicht klappen sollte, verschieben wir um ein Jahr»

Für Anfang August wäre im gewohnten Fünfjahresrhythmus die fünfte Bremgarter Gewerbeausstellung geplant. Das OK der «Brega 21» ist trotz schwieriger Voraussetzungen an der Arbeit. Ein Entscheid über die Durchführung soll Ende April fallen.

Marc Ribolla
Drucken
Teilen
Markus Spalinger ist zum fünften Mal OK-Präsident der Bremgarter Gewerbeausstellung.

Markus Spalinger ist zum fünften Mal OK-Präsident der Bremgarter Gewerbeausstellung.

Marc Ribolla

Vor 25 Jahren war er der Initiator und die treibende Kraft hinter der ersten Bremgarter Gewerbeausstellung. Seither amtierte Markus Spalinger bei allen Auflagen im Fünfjahresturnus als OK-Präsident. Auch dieses Jahr kümmert sich der 70-Jährige zusammen mit rund zehn weiteren Mitstreitern um die Organisation der Brega 21.

«Für mich wird es aber die letzte sein als OK-Präsi», sagt Spalinger. Geplant wäre die Brega heuer vom 6. bis 8. August 2021 im gewohnten Bereich in und ums Casino. Aus bekannten Gründen muss bisher im Konjunktiv davon gesprochen werden.

Das Coronapandemiegeschehen und die entsprechenden Schutzvorschriften erschweren die langfristige Planung für Grossanlässe wie die Brega 21 einer ist. Trotzdem geben die Bremgarter die Hoffnung nicht auf. Spalinger sagt:

«Seit Mitte des vergangenen Jahres ist das OK an der Arbeit. Bis jetzt sind alle mit Freude am Werk und noch dabei.»

Das Konzept der Ausstellung soll gleich bleiben wie gewohnt. Im Vordergrund steht das Gewerbe, ein Fest drumherum gibt es deshalb nicht. Denn am betroffenen Augustwochenende sind auch noch das Brügglifest der Pontoniere und das Festival in der Marktgasse geplant.

Rund zwei Drittel der Ausstellerplätze sind bereits reserviert

Im Aussenbereich beträgt die Brega-Fläche rund 1100 Quadratmeter, im Innenbereich sind es 700 Quadratmeter. Spalinger geht von rund 70 bis 80 möglichen Ausstellern aus. «Bis jetzt sind gemäss meinem Wissensstand etwa zwei Drittel der Plätze vergeben. Wir haben die Anmeldefrist aber nochmals verlängert», sagt der OK-Präsident.

Nebst der Stadt Bremgarten seien auch die Blaulichtorganisationen und grössere Firmen schon angemeldet. Die Zurückhaltung bei einigen kleineren Gewerbetreibenden ist verständlich, denn ein Auftritt an einer Ausstellung kostet Geld.

«Man kann nicht von den Firmen verlangen, dass sie viel investieren, wenn dann fast kein Publikum zugelassen wird und der Werbeeffekt dahin ist. Spalinger erklärt:

«Mit Einschränkungen bringt es dem Gewerbe zu wenig, dann müssten wir die Sache abbrechen.»

Als Beispiel erläutert er eine allfällige Beschränkung der Besucherzahl, wie sie möglicherweise im August immer noch gelten könnte. «Wenn die Leute nur noch tröpfchenweise in die Ausstellung rein dürfen, macht es wenig Sinn», so Spalinger. Der Vorteil, dass die Brega in einem Rundgang angelegt ist, bringe da nicht viel.

Ende April fällt der definitive Entscheid über die Durchführung

Noch dauert es bis zur geplanten Brega-Eröffnung etwas mehr als fünf Monate. Was nach genügend Zeit klingt, ist aber nicht mehr viel. Den definitiven Entscheid über die Durchführung wollen die Organisatoren Ende April fällen.

Dann blieben noch knapp drei Monate, um den Endspurt einzuläuten. Und beispielsweise die drei Hauptsponsoren zu finden. Eines kann Markus Spalinger aber schon jetzt betonen: «Falls es mit der Brega 21 nicht klappen sollte, verschieben wir sie einfach um ein Jahr.»

Markus Spalinger bereitet in seinem Büro die Brega 21 vor.

Markus Spalinger bereitet in seinem Büro die Brega 21 vor.

Marc Ribolla

Bezüglich der Mieten von bereits reservierten Objekten wie dem Casino oder den Zelten für die offenen Ausstellungsflächen habe man sich – im Falle einer Verschiebung – mit der Stadt oder den privaten Anbietern einigen können.

Grössere Auslagen würden dem OK bei einer Verschiebung nicht entstehen, obwohl zum Beispiel die Wegweiser schon entsprechend gestaltet sind. Denn Werber Spalinger meint mit einem Schmunzeln: «Wir verwenden seit Jahren die gleichen Wegweiser oder Plakate, wo wir nur die Jahreszahl neu anpassen müssen. Das verursacht uns praktisch keine Kosten.»