Verwaltungsgericht
Bremgarten muss offene Jugendarbeit nochmals ausschreiben

Das Verwaltungsgericht hat den Vergabeentscheid des Stadtrats Bremgarten zur offenen Jugendarbeit aufgehoben. Der Entscheid sei nicht zulässig, befand die Justiz.

Lukas Schumacher
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Die Jugendarbeit in Bremgarten muss neu ausgeschrieben werden. (Symbolbild)

Die Jugendarbeit in Bremgarten muss neu ausgeschrieben werden. (Symbolbild)

Janine Müller

Der Stadtrat Bremgarten muss laut Verwaltungsgericht die Vergabe der offenen Jugendarbeit wiederholen. Im Sommer 2014 hatte der Stadtrat die offene Jugendarbeit an den Verein Jugendwerk Münchenbuchsee vergeben. Das Jugendwerk sollte das Konzept mit einem Kostenrahmen von 445 000 Franken während einer dreijährigen Testphase ab dem Herbst 2014 umsetzen.

Ein anderer Anbieter, das nicht berücksichtigte Projektmanagement Thomas Zehnder aus Baar, reichte Beschwerde beim Aargauischen Verwaltungsgericht ein. Dies mit dem Hauptargument, der Stadtrat habe jenem Anbieter den Zuschlag gegeben, der das Konzept nicht einhalten könne und der daher die kostengünstigste Offerte im Rathaus Bremgarten eingereicht habe.

Öffentliche Ausschreibung nötig

Das kantonale Verwaltungsgericht ging inhaltlich nicht auf die in der Beschwerde geäusserten Argumente ein. Es piff den Stadtrat aus formellen Gründen zurück. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts war das Bremgarter Vergabeverfahren unzulässig. Der Auftrag für die offene Jugendarbeit müsse zwingend öffentlich ausgeschrieben werden, urteilte das Gericht.

Der Stadtrat Bremgarten hatte ein anderes Verfahren gewählt, das Einladungsverfahren. So schrieb die Stadtbehörde ein halbes Dutzend mit der offenen Jugendarbeit vertraute Organisationen an. Drei Anbieter nahmen schliesslich die Einladung an und reichten Offerten ein: Verein Jugendwerk Münchenbuchsee, Projektmanagement Thomas Zehnder und Verein für Jugend und Freizeit Wohlen (VJF).

An der Stadtratssitzung vom nächsten Montag wird der Stadtrat das weitere Vorgehen in Sachen offene Jugendarbeit diskutieren. Dass die Stadtbehörde Rekurs gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts einlegen und ans Bundesgericht gelangen wird, ist nicht zu erwarten.