Bremgarten
Bremgarten hat 1,2 Millionen Franken Schulden abgebaut

Bremgarten hat seine Schulden von 11,4 Mio. Franken auf jetzt 10,2 Mio. Franken runtergeschraubt. Ein hoher Schuldenberg bleibt also bestehen. Die Verschuldung pro Städtchenbewohner ging aber von 1788 Franken auf 1597 Franken zurück.

Lukas Schumacher
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Erläuterten das Zahlenwerk 2012: Stadtammann Raymond Tellenbach (links) und Hans Peter Bäni, seit 19 Jahren Bremgarter Finanzverwalter.sl

Erläuterten das Zahlenwerk 2012: Stadtammann Raymond Tellenbach (links) und Hans Peter Bäni, seit 19 Jahren Bremgarter Finanzverwalter.sl

Wie steht es um die Finanzen der Einwohnergemeinde Bremgarten? «Mit Blick auf die Verschuldung eher mässig», sagt Stadtammann Raymond Tellenbach, «alarmierend ist die Situation aber nicht.»

An der Bremgarter Schuldenfront kam es zu einer leichten Entspannung. So konnte die Einwohnergemeinde ihre Nettoschulden letztes Jahr um 1,2 Millionen Franken abbauen, genauer von 11,4 Mio. Franken auf jetzt 10,2 Mio. Franken.

Wärmeverbund, Informatik und Hochwasserschutz

An der nächsten Bremgarter Einwohnergemeindeversammlung im Juni wird über Kreditvorlagen zur Informatik an der Schule und zum Hochwasserschutz-Projekt abgestimmt; abzüglich von Bundes- und Kantonssubventionen beträgt der Bremgarter Kostenanteil für den örtlichen Hochwasserschutz gut eine Million Franken. Der Gemeindeversammlung im Juni werden nicht weniger als 23 Kreditabrechnungen zur Genehmigung vorgelegt. 17 der 23 Abrechnungen stehen im Zusammenhang mit dem Bau des Wärmeverbundes, respektive mit der damaligen Erneuerung von Strassenabschnitten, Wasser- und Abwasserleitungen im Stadtgebiet Bremgarten. Die Anlagekosten dieser Kredite betrugen brutto 11,7 Millionen Franken. (sl)

Die Verschuldung pro Städtchenbewohner ging von 1788 Franken auf 1597 Franken zurück.

«Firmensteuern schlugen zu Buche»

Der Schuldenabbau steht im Zusammenhang mit dem vorteilhaften Ergebnis der laufenden Rechnung 2012. Sie schoss mit einem unerwarteten Plus von gut 900'000 Franken und einem Cash-Flow von 2 Mio. Franken ab.

«Zu Buche schlugen insbesondere die Firmensteuern», erläutert Finanzverwalter Hanspeter Bäni, «dank Nachträgen aus Vorjahren gingen total 1,6 Mio. Franken Aktiensteuern ein und somit 600'000 Franken mehr als budgetiert waren.»

Bremgartens Gesamtsteuerertrag 2012 betrug 16,4 Mio. Franken. 15,8 Mio. Franken waren budgetiert, 15,6 Mio. Franken hatte Bremgarten 2011 eingenommen.

Zudem gab Bremgarten letztes Jahr 700'000 Franken weniger aus als eingeplant. Der Nettoaufwand betrug 13,9 Mio. Franken anstelle von 14,6 Mio. Franken. Durchgeschlagen haben vor allem tiefere Beiträge an den Kanton Aargau für die Pflegefinanzierungen und die Spitalfinanzierungen.

Für einmal wenig investiert

Im Verlauf der letzten fünf Jahre hat Bremgarten viel Geld investiert, alles in allem mehr als 20 Millionen Franken. Im Vergleich dazu fielen die 2012 getätigten Netto-Investitionen mit rund 900'000 Franken bescheiden aus.

Nebst anderem bezahlte Bremgarten letztes Jahr folgende Investitionstranchen und Schlusszahlungen: 147'000 Franken für Feuerwehr-Brandschutzausrüstung, 48'000 Franken für Parkplatzbau südlich der Badanlage, 221'000 Franken für die Sporthalle, 78'000 Franken für Abklärungen im Zusammenhang mit dem Unterhaltsbedarf der Gemeindeliegenschaften und 228'000 Franken für die Besitzstandregelung des Personals bezüglich Pensionskasse.

Schwarze Zahlen bei Ortsbürgern

Mit einem Plus von 942'000 Franken schloss die Rechnung 2012 der Ortsbürgergemeinde wie immer gut ab. Zusätzliche Unterhaltskosten bei den Liegenschaften im Umfang von 130'000 Franken sowie ein bescheidener Kiesabbauertrag – 80'000 statt der erwarteten 160'000 Franken – verhinderten ein noch besseres Ergebnis. Letztjährige Investitionen der Ortsbürger: 1,2 Mio. Franken Forsthaus, 120'000 Franken Stadtratssaal.

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