Bremgarten
Frühlingserwachen auf dem Wochenmarkt – der nötige Abstand kann ohne Probleme eingehalten werden

Der Bremgarter Wochenmarkt startete am Donnerstag mit frischem Schwung in die neue Saison. Mit dabei auch dieses Jahr bekannte Händler, die regionale und saisonale Ware im Angebot führen.

Verena Schmidtke
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Die Crew des Wochenmarktes ist bereit (v.l.): Magdalena Raimann, Arthur Eichenberger, Barbara Eichenberger, Silvia Ghilardi, Robert Bütler,Josy und Martin Köchli und Peter Stutzer.

Die Crew des Wochenmarktes ist bereit (v.l.): Magdalena Raimann, Arthur Eichenberger, Barbara Eichenberger, Silvia Ghilardi, Robert Bütler,Josy und Martin Köchli und Peter Stutzer.

Alex Spichale

Eine gute Stimmung herrscht am Donnerstagvormittag unter den Marktfahrern. «Wir freuen uns, dass es bald wieder losgeht», bestätigt Martin Köchli vom Buttwiler Mühlehof, seine Marktkolleginnen und -kollegen stimmen ihm zu. Trotz der Coronamassnahmen schauen sie auf eine geglückte Saison 2020 zurück und warten gespannt auf den Beginn des Marktes.

Marktchef Walter Friedli merkt an:

«Der Schulhausplatz bietet genug Platz, um die nötigen Abstände einzuhalten, ausserdem herrscht Maskenpflicht. Das Konzept mit dem Einbahnstrassensystem hat sich bewährt.»

Seit mehr als 30 Jahren findet der Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag statt, mit seiner Vielfalt lockt er viele Kunden ins beschauliche Bremgarten.

Auf dem Schulhausplatz bieten die Händler ab Mitte März Obst und Gemüse, Käse, frische Fische aus der Fischzucht Bremgarten, Brot und Blumen an. Zum Verweilen möchte das Märtkaffi einladen, in dem Arthur Eichenberger selbstgebackenen Kuchen verkauft. Obwohl dieser nicht mehr gemütlich im Sitzen verspeist werden kann, ist Eichenberger froh über seine treuen Stammkunden und sagt:

«Der grosse Platz ist ideal, um Abstand halten zu können.»

Frühlingshafte Aufbruchstimmung

Auf die gute Stimmung im Frühling freut sich Robert Bütler von «Blueme Röbi». An seinem Stand verkauft Silvia Ghilardi beispielsweise Duftrosen und Marktsträusse. «Jetzt im Frühjahr gehen die Leute gerne nach draussen, da ist auch auf dem Markt mehr los als im Herbst», so Bütlers Erfahrungen als Wochenmarkthändler.

Ebenfalls positiv gestimmt blickt Barbara Eichenberger aus Bergdietikon auf die Saison. Ihr Mann Martin und sie haben vom eigenen Hof Kartoffeln, Zwiebeln, Beeren sowie Fleisch vom Angus-Rind im Sortiment. Hinzu kommen weiteres Obst und Gemüse von fairen Partnern. Barbara Eichenberger sagt:

«Wegen Corona gibt es auf dem Markt ja das Einbahnsystem. Wir holen unsere Kunden vorne am Stand ab und führen sie an der Auslage entlang. Zum Schluss können sie den Einkauf entspannt einpacken.»

Eine grosse Palette saisongerechtes Biogemüse und -obst bieten Josy und Martin Köchli an: «Neben Kartoffeln, Beeren oder Kirschen gibt es bei uns alte Tomatensorten, die haben ausgeprägte Aromen.» Der Wochenmarkt sei so etwas wie eine soziale Plattform, die einen regen Austausch zwischen Kunden und Produzenten fördere, sagt Martin Köchli. «Im Laufe der Jahre ist aus der Kundenbeziehung sogar Freundschaft geworden», fügt er hinzu und seine Augen lächeln über der Maske.

An Peter Stutzers Stand finden die Kunden ebenfalls eine vielfältige Obst- und Gemüseauswahl. «Alles aus der Schweiz. Ausserdem habe ich mehrere Sorten selbstproduzierten Most im Angebot, die teilweise eine Auszeichnung erhalten haben. Dazu gibt es feinen Apfelschaumwein», informiert der Marktfahrer aus Küssnacht am Rigi. In einigen Wochen habe er auch wieder Spargeln aus Wohlen im Verkauf.

Mit einer schönen Auswahl an Biobroten und Backwaren zieht Benny’s Bio Panetteria viele Käufer an. Der Stand, an dem Magdalena Raimann freundlich die Kundschaft berät, ist von Dienstag bis Samstag am Obertorplatz anzutreffen. Nun hoffen die Marktfahrer, dass spätestens in der Saison 2022 wieder ein ungezwungenes Zusammensitzen bei Kaffee und Kuchen möglich sein wird.