Bremgarten
Der heisse Kampf um den Stadtrat – diese Pläne haben die sieben Kandidierenden mit dem Reussstädtchen

Am 26. September wählt Bremgarten das neue Stadtratsgremium. Nebst den fünf Bisherigen treten auch zwei Herausforderer an.

Marc Ribolla
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Sieben Kandidierende buhlen um den Einzug ins Bremgarter Rathaus.

Sieben Kandidierende buhlen um den Einzug ins Bremgarter Rathaus.

Marc Ribolla

Raymond Tellenbach, 66, bisher (Stadtammann)

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Raymond Tellenbach, FDP, verheiratet, drei Kinder.

Raymond Tellenbach, FDP, verheiratet, drei Kinder.

zvg

Raymond Tellenbach: Weil noch einige wichtige Projekte anstehen (BNO-Revision, Busbahnhof, usw.). Weil damit eine gute Konstanz in der Führung der Stadt erreicht wird. Weil ich die nötige Zeit für das Ammann-Amt aufbringen kann.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Weil ich weiterhin eine bürgernahe, liberale Linie vertrete. Weil ich Bremgarten und den Ortsteil Hermetschwil-Staffeln als Arbeitsort und Wohnort sehe, mit einer attraktiven Schule. Weil Bremgarten weiterhin eine lebendige Stadt sein soll, sicher und vielfältig und dies für Jung und Alt. Weil damit eine positive Perspektive für Bremgarten besteht.

Welches sind ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können Sie diese in Bremgarten einbringen?

Ich weiss, wie die Abläufe sind, sowohl in der Stadt, wie auch beim Kanton. Ich bin gut vernetzt in der Region, zu den Nachbarregionen, in die Gemeindeammännervereinigung und in die Regierung in Aarau.

Was läuft in Bremgarten noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

In Bremgarten läuft beinahe alles sehr gut. Die Einwohnerinnen und Einwohner können sich frei bewegen, haben das Recht auf freie Meinungsäusserungen. Alle haben ein Dach über dem Kopf, haben genügend zu Essen, haben Zugang zu Bildung und Weiterbildung. Die Strassen sind sicher. Die Versorgung mit Strom und Wasser klappt, Entsorgung ebenfalls. Wir haben Anschluss in alle Himmelsrichtungen, per ÖV, Auto, Fahrrad. Jedermann ist innert spätestens 10 Minuten im Grünen. Wir haben Erholungsraum rundum, haben zwei Naturschutzgebiete direkt ober- und unterhalb der Stadt, haben Freizeitmöglichkeiten. Hand aufs Herz, was will man noch mehr? Alle Angaben, was nicht läuft, wie es sollte, ist meckern auf sehr hohem Niveau.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Bremgarten in der nächsten Legislatur?

Die Turnhallen und Rasenplätze in der Bärenmatt erneuern. Die Finanzen trotz steigenden gebundenen Ausgaben (durch Kanton und Bund vorgegeben, teilweise durch den Grossen Rat) im Griff zu halten. Ein Beleuchtungs- und Lichtreglement einzuführen, um die steigende Lichtverschmutzung zu vermindern.

Wie sehen Sie den Zustand Ihrer Gemeinde in zehn Jahren?

Bremgarten wird weiterhin das kulturelle, soziale, ÖV-mässige Zentrum im Reusstal sein. Es wird weiterhin eine Freude sein, in Bremgarten leben zu können. Die Altstadt wird weiterhin ihren einzigartigen Charakter haben. Bremgarten wird mit umliegenden Gemeinden verstärkt zusammen arbeiten, bis hin zum Zusammenschluss.

Doris Stöckli, 63, bisher (Vizeammann)

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Doris Stöckli, Angestellte Administration, parteilos, verwitwet, drei Kinder.

Doris Stöckli, Angestellte Administration, parteilos, verwitwet, drei Kinder.

zvg

Wenn auch schon länger dabei, hat das Mitarbeiten im Kollegium seinen Reiz nicht verloren. Die Arbeit ist spannend, bereichernd und fordernd zugleich. Kontinuität in der öffentlichen Verwaltung ist so wichtig wie überall. Nach dem Wechsel des Abteilungsleiters in meiner Abteilung sehe ich mich in der Verantwortung in den laufenden Projekten und Prozessen einen wesentlichen Teil zum Wissenstransfer beizutragen. Mitbestimmen und mittragen dürfen, macht mir Freude.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Gern hoffe ich, dass ich das Stimmvolk in den vergangenen Jahren davon überzeugt habe, dass ich mit meinem Namen für das stehe, wofür ich mich einsetze. Ich ein Garant für Verlässlichkeit bin, nichts halte von Versprechungen und gern einen Teil meiner verfügbaren Zeit zu Gunsten der Allgemeinheit einsetze. Sehr gerne würde ich auch in der neuen Legislatur an «meinen» Projekten weiter mitarbeiten und meinen Teil zu guten Lösungen beitragen.

Welches sind Ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können Sie diese in Bremgarten einbringen?

Als meine stärkste Kernkompetenzen erachte ich meine lange Erfahrung und mein breites Wissen in den Bereichen der Gemeindeaufgaben. Weiter ist es wichtig, auch nach zwei Amtsperioden, das Wissen aus dem Ortsteil Hermetschwil-Staffeln einbringen zu können. Als Vertreterin aus diesem Ortsteil, sehe ich mich als Bindeglied für alle Einwohnerinnen und Einwohner, für die Verwaltung und ihre Abteilungen, für Vereine, Betriebe, Firmen, die Landwirtschaft und alle anderen Institutionen. Auf meine Kernkompetenzen verlasse ich mich im Tagesgeschäft wie auch bereichsübergreifend.

Was läuft in Bremgarten noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

Diese Frage ist sehr relativ ... Auch in Bremgarten läuft vieles sehr gut. Mit Veränderungen warten wir nicht bis zur nächsten Legislatur, sondern gehen sie an, wenn sie anstehen. Für meine Abteilung habe ich mir vorgenommen, interne Abläufe erneut zu überdenken. Mit dem Ziel, die Bearbeitung der Anliegen unserer Kunden noch effizienter und zeitnaher erledigen zu können. Wir wollen auch künftig eine gern aufgesuchte Anlaufstelle für sämtliche Belange rund um das Bauen sein.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Bremgarten in der nächsten Legislatur?

Herausforderungen gibt es viele ... Es bleibt die Frage, welchen wir uns annehmen, wo die Prioritäten liegen und wo es Spielraum gibt. In meinem Ressort ist aktuell zweifellos die Revision der BNO die grösste Herausforderung. Für Bremgarten mit seinem Ortsteil Hermetschwil-Staffeln ein Regelwerk zu erarbeiten, das Zustimmung und Akzeptanz findet und vom Stimmbürger und der Stimmbürgerin genehmigt wird, ist eine fordernde Aufgabe. In der Vielfalt der Geschäfte die Bedürfnisse der Einwohnerinnen und Einwohner nicht aus den Augen zu verlieren, erachte ich ebenso als eine grosse Herausforderung.

Wie sehen Sie den Zustand Ihrer Gemeinde in zehn Jahren?

Bremgarten sehe ich als Zentrumsgemeinde, die gestärkt, gut vernetzt und zeitgemäss auftritt. Ein Ort mit vielen Vorteilen, einer lebendigen Altstadt, attraktiven Quartieren und Ortsteilen ist, wo man gern wohnt und lebt. Sich vielleicht sogar wünscht, ein Teil davon zu sein. Bremgarten wird sich als attraktiver Arbeitgeber weiterentwickeln und einen gesunden Mix an Arbeitsplätzen bieten können. Diesem Ziel zu folgen, ist genauso erstrebenswert wie die Vorteile der geografischen Lage zu nutzen. Bremgarten wird in der Funktion als Bezirkshauptort erforderliche Aufgaben übernehmen und auch künftig ein offener Partner für seine Nachbarn sein.

Daniel Sommerhalder, 42, bisher

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Daniel Sommerhalder, Leiter Marketing/Kommunikation, SP, verheiratet, zwei Kinder.

Daniel Sommerhalder, Leiter Marketing/Kommunikation, SP, verheiratet, zwei Kinder.

zvg

Ich habe in den vergangenen sieben Jahren als Stadtrat sehr viele Erfahrungen sammeln dürfen und mir dabei einiges an Fachwissen angeeignet, welches ich gerne weiterhin in meinem Ressort nutzen möchte. Beruflich und familiär bin ich gefestigt und entsprechend organisiert, um die Arbeit als Stadtrat auch in der nächsten Amtsperiode leisten zu können. Ich weiss sehr gut, was es heisst, dieses Amt auszuüben – auch zeitlich! Zudem liegt mir Bremgarten am Herzen – und das Amt macht mir grossen Spass.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Ich überzeuge dadurch, dass ich die Arbeiten und Projekte, welche ich in den vergangenen Jahren geleistet habe, mit demselben Engagement weiterführe, wie bisher. Mit Kopf, Herz und Verstand. Man kennt mich und meine Arbeit und wählt dadurch keine Wundertüte.

Welches sind ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können Sie diese in Bremgarten einbringen?

Als Marketingmensch liegt mir eine gute Kommunikation am Herzen. Diese möchte ich weiterhin pflegen. Ebenso reizt es mich nach wie vor, mich beinahe täglich wieder mit neuen Themenfeldern auseinanderzusetzen. Eine Eigenschaft, welche in diesem Amt sehr nützlich ist, wird man doch immer wieder mit den unterschiedlichsten Bereichen konfrontiert.

Was läuft in Bremgarten noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

Ich finde, es läuft vieles sehr gut, wir haben grundsätzlich ein tolles und sehr lebenswertes Städtchen! Darauf darf man stolz sein. Verbesserungspotenzial sehe ich im Bereich Ladenmix Altstadt, Standortmarketing oder der Anbindung der Unterstadt an den ÖV. Im Bereich Energie sind wir gemeinsam mit der Energiekommission bereits stark aktiv, dass Littering-Problem bearbeiten wir proaktiv. Und grundsätzlich gehören für mich Hochspannungsleitungen in den Boden.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Bremgarten in der nächsten Legislatur?

Ganz klar ist die BNO ein grosser und wichtiger Punkt der neuen Legislatur. In meinem Ressort warten Themen wie die Neugestaltung des Obertorplatzes wie auch die Verkehrssituation Zürcherstrasse mit dem kommenden neuen Bahnhof und der Bibenlos-Knoten. Sehr weit oben stehen bei mir auch der Sportplatz Bärenmatt inkl. Turnhalle oder natürlich die Machbarkeitsstudie Casino.

Wie sehen Sie den Zustand Ihrer Gemeinde in zehn Jahren?

Wenn wir jetzt die richtigen Eckpfeiler setzen, haben wir in zehn Jahren eine tolles, energie- und verkehrsfreundliches Städtchen mit einem gut gestalteten Bahnhof, einem Obertorplatz mit Stil. Grundsätzlich ein Ort, in dem nach wie vor der Mensch im Mittelpunkt steht. Weiterhin mit viel Kultur, guter ÖV-Anbindung und einer tollen Infrastruktur.

Theo Rau, 65, bisher

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Theo Rau, pensioniert, ehemals Leiter Rechnungswesen, Die Mitte, verheiratet, zwei Kinder.

Theo Rau, pensioniert, ehemals Leiter Rechnungswesen, Die Mitte, verheiratet, zwei Kinder.

zvg

Die Aufgaben eines Stadtrats sind abwechslungsreich und gleichzeitig anspruchsvoll. Auch nach knapp sechs Jahren gefällt mir diese Tätigkeit und ich kann mir gut vorstellen, dass ich mit dem erworbenen Wissen und meinem Elan auch in den nächsten vier Jahren noch viel wertvolles für Bremgarten bewirken kann. Ausserdem fällt der Neu- und Umbau des Alterszentrums Bärenmatt in die nächste Legislaturperiode. Diese Aufgabe möchte ich gerne noch zu Ende führen.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Ganz unspektakulär durch Arbeit. So haben wir z.B. nach dem Wegzug der Bundes Asylunterkunft die Betreuung der Asylsuchenden erfolgreich selbst organisiert. Sozialhilfeempfänger*innen werden bei der Suche nach einer Anstellung unterstützt und dabei, wenn immer möglich, in unserem Arbeitsprojekt eingesetzt. Einwohner*innen, die auf die schwarze Liste der Krankenkassen gelangen, werden von uns aufgesucht und beraten. Diese Unterstützung wird von den Betroffenen sehr geschätzt.

Welches sind Ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können Sie diese in Bremgarten einbringen?

Meine herausstechenden Kompetenzen sind komplexe, finanzielle und strukturelle Zusammenhänge zu erkennen, ein Talent, das ich bereits während meiner 40-jährigen beruflichen Tätigkeit schärfen konnte. Gleichzeitig helfen meine Teamfähigkeit und mein «Gespür» für die richtigen Fragen mit, damit aus Ideen und Visionen, finanziell umsetzbare Pläne werden. Diese Fähigkeiten möchte ich als Stadtrat einsetzen um den Stimmbürger*innen die bestmöglichen Projekte zu unterbreiten.

Was läuft in Bremgarten noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

Die Weiterentwicklung von Bremgarten ist ein Konzept, das der Gesamtstadtrat laufend anpasst. Investitionen in die Digitalisierung der Schule und der Verwaltung werden umgesetzt, während eine gute Verkehrsanbindung aller Stadtgebiete noch in Planung ist und weitere Projekte nur in Zusammenarbeit mit dem Kanton umsetzbar sind. Mir persönlich ist auch ein attraktiver Ladenmix in der Altstadt ein Anliegen, der durch die neu bewilligte Stelle des City-Managers hoffentlich verbessert werden kann.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Bremgarten in der nächsten Legislatur?

Bei all den anstehenden Investitionen in unsere Infrastrukturen einen ausgeglichenen Haushalt zu erzielen, die Grundlagen für attraktive Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig die Lebensqualität für die Einwohner*innen zu erhöhen.

Wie sehen Sie den Zustand Ihrer Gemeinde in zehn Jahren?

Wir Bremgarter*innen werden immer noch gern hier leben und arbeiten wollen, da sich in der noch immer ländlichen Kleinstadt vieles optisch und qualitativ verbessert hat und gleichzeitig viel Wertvolles und Traditionsreiches erhalten geblieben ist.

Claudia Bamert, 46, bisher

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Claudia Bamert, Klassenassistentin, Läbigs Bremgarte, verheiratet, ein Kind.

Claudia Bamert, Klassenassistentin, Läbigs Bremgarte, verheiratet, ein Kind.

zvg

Die Stadt Bremgarten liegt mir am Herzen, da ich hier aufgewachsen bin und hier schon immer mein Lebensmittelpunkt war. Erst vor 3 Monaten ins Amt gewählt, möchte ich ausserdem dem mir entgegengebrachten Vertrauen gerecht werden und mich weiterhin für die Anliegen der Bremgarterinnen und Bremgarter einsetzen. Insbesondere bin ich motiviert, meine Schulpflege-Erfahrungen der letzten Jahre als Stadträtin einzubringen.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Ich möchte nicht durch Wahlkampf, sondern durch mein kontinuierliches Engagement überzeugen. Ich habe schon immer aktiv am Leben in Bremgarten teilgenommen, weshalb mich bereits viele Bewohnerinnen und Bewohner von Bremgarten kennen; sei es durch mein privates Engagement oder meine 10-jährige Tätigkeit in der Schulpflege. Es ist mir wichtig, durch meine Arbeit und Authentizität zu überzeugen. Das Wahlergebnis vor 3 Monaten hat mich darin bestärkt, dass mein bisheriges Tun geschätzt wird. Ich zähle deshalb darauf, dass mich die Wählerinnen und Wähler noch einmal unterstützen werden.

Welches sind Ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können Sie diese in Bremgarten einbringen?

Mein aktuelles Ressort «Bildung» gehört aufgrund meiner bisherigen Tätigkeit (Erwachsenenbildung/Co-Präsidentin der Schulpflege) sicher zu meiner Kernkompetenz und es ist mir ein grosses Anliegen, die Überführung der Schulpflege in den Stadtrat zu begleiten. Auch meine Offenheit, die nötige Beharrlichkeit und meinen Umgang mit Kritik erachte ich als äusserst wertvoll. Konstruktive Kritik ist immer eine Chance zur Weiterentwicklung.

Was läuft in Bremgarten noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

Obwohl Bremgarten eine lebhafte, gut funktionierende Stadt ist, gibt es immer Dinge, die noch nicht optimal laufen und verbessert werden können. Man sollte daher auch die unangenehmen Themen nicht scheuen und offen für die kritischen Rückmeldungen der Bevölkerung sein. Genau hierzu bin ich bereit! Ich werde weiterhin in den Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern treten, nicht wegschauen und die Probleme angehen.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Bremgarten in der nächsten Legislatur?

Im Bereich Bildung wird sicherlich die Überführung der Schulpflege in den Stadtrat herausfordernd sein sowie das Thema «ausreichender Schulraum» (Anzahl Klassen, Räume etc.). Aber auch in den anderen Ressorts gibt es viele anstehende Projekte. So sind die Revision/Umsetzung der Bau- und Nutzungsordnung, die Neu-/Umgestaltung der öffentlichen Bauten und Plätze (z.B. Casino, Bärenmatte und Obertorplatz etc.) und der Finanzhaushalt von hoher Wichtigkeit. Die Liste ist hier aber nicht abschliessend.

Wie sehen Sie den Zustand Ihrer Gemeinde in zehn Jahren?

Unter der Bedingung, dass wir unsere Stadt nachhaltig pflegen und weiterentwickeln, wird Bremgarten in 10 Jahren ein starker, gut aufgestellter, familienfreundlicher Ort sein. Wir haben die besten Voraussetzungen, eine Zentrumsgemeinde mit hoher Lebensqualität für Jung und Alt zu sein.

Claudio Müller, 37, neu

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Claudio Müller, Projektleiter Schaltanlagenbau und Berufsbildner, SVP, verheiratet, zwei Kinder.

Claudio Müller, Projektleiter Schaltanlagenbau und Berufsbildner, SVP, verheiratet, zwei Kinder.

zvg

Ich bin der Meinung, dass Bremgarten einen frischen, jungen und bürgerlichen Stadtrat braucht, der auch unpopuläre Anliegen klar vertreten kann und Änderungen konkret angehen will. Bei den anstehenden grossen Herausforderungen will ich konkret Verantwortung übernehmen, um den Wählern einer der stärksten Partei in Bremgarten eine Stimme im Stadtrat zu geben.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Ich setze mich für eine überlegte und ausgabenorientierte Finanzpolitik ein, also sparsamer Umgang mit Steuergeldern, dies habe ich bereits in der in Budgetdebatte von 2020 gezeigt. Dort konnte ich gegen die verfehlte Steuerpolitik unserer Stadtverwaltung und gegen diverse Angriffe seitens der Befürworter einer Steuererhöhung bestehen. Genau mit demselben Elan möchte ich mich in Zukunft für all unsere Bürger und die Anliegen unserer Stadt einsetzten.

Welches sind ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können sie diese in Bremgarten einbringen?

Dank meines vielfältigen beruflichen Werdegangs, bringe ich das notwendige Rüstzeug für dieses Amt mit. So werde ich mich mit viel Freude und Engagement für mein Ressort, welches ich dann übernehmen dürfte, einsetzen und anstehende Projekte, dank meinen Erfahrungen als Projektleiter gewinnbringend entwickeln. Durch meine Praxis als Berufsbildner, Vorgesetzter und Gruppenführer in der Armee bin ich es gewohnt, auch schwierige Personalsituationen zu meistern. Nicht zuletzt meine täglichen Erlebnisse, welche ich als Vater von zwei schulpflichtigen Kindern mache, lassen mich auch den Puls zu unserer Schule spüren.

Was läuft in Bremgarten noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

In Bremgarten wurden in den letzten Jahren immer wieder Projekte oder Vorhaben an der Urne oder bei den Einwohnergemeindeversammlungen gestoppt. Dies zeigt mir, dass unsere Verwaltung nicht immer den Volkswillen antizipiert. Ich setzte mich ein, dass alle Stimmen in Bremgarten Gehör finden, so führe ich seit gut 3 Jahren regelmässige Höcks durch, wo ich mit Bremgartnerinnen und Bremgartener in Kontakt trete und den Puls fühle. Es ist mir ein grosses Anliegen nicht nur im Elfenbeinturm zu sitzen, sondern die Menschen da abzuholen, wo sie leben.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Bremgarten in der nächsten Legislatur?

In Bremgarten stehen in den kommenden Jahren grosse Projekte an: die Bau- und Nutzungsordnung BNO-Totalrevision, die Weiterentwicklung des Schulraums in Bremgarten und Hermetschwil-Staffeln und der Neubau des Alters- und Pflegezentrums sind nur einige davon. Zusätzlich wächst unsere Stadt, dies bringt logistische Aufgaben mit sich, welche optimal und zu Gunsten Aller gelöst werden müssen. Auch gilt es, die ansässigen Industrie-, Gewerbe-, Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe zu stärken und beste Voraussetzungen für neue KMUs zu schaffen.

Wie sehen Sie den Zustand Ihrer Gemeinde in zehn Jahren?

Ich bin der festen Überzeugung, dass, wenn wir zu unserer wunderbaren Reussstadt Sorge tragen, indem wir Bürgerinnen und Bürger in Lösungsfindungen und Entscheidungsprozesse miteinbinden, sinnvolle Ausgaben tätigen, anstehende Projekte zielstrebig und zum Nutzen aller angehen, wir alle zusammen ein weiterhin lebenswertes, sauberes und attraktives Bremgarten gestalten können.

Sandro Schmid, 34, neu

Welches sind Ihre Beweggründe für die (Wieder)-Kandidatur?

Sandro Schmid, Berufsunteroffizier, GLP.

Sandro Schmid, Berufsunteroffizier, GLP.

zvg

Bremgarten braucht dringend eine Veränderung und mein Name steht für ebendiese. Da ich eine attraktive Stadt Bremgarten mit dem Ortsteil Hermetschwil-Staffeln fordere, möchte ich selber Verantwortung übernehmen und als Teil einer jüngeren Generation auch deren Ideen einbringen sowie das Leben in der Stadt aktiv mitgestalten. Es braucht neuen Schwung, neue Ideen und neue Gesichter dazu.

Wie möchten Sie das Stimmvolk von sich überzeugen?

Ich bin eine Person, welche die Dinge anpackt, nach Lösungen sucht und zuverlässig ist. Diese Attribute sind in der Bremgarter Regierung aktuell sehr gefragt. Mitmenschen, die mich kennen, wissen, wie sehr ich für Bremgarten brenne und wie sehr ich unsere gemeinsame Zukunft mitgestalten will. Als unkomplizierte und offene Person gehe ich gern auf Menschen zu und scheue den Kontakt zu den Bürger*innen nicht.

Welches sind Ihre Kernkompetenzen und wie möchten/können Sie diese in Bremgarten einbringen?

Dank meiner beruflichen Laufbahn besitze ich die nötige Führungserfahrung und arbeite deshalb äusserst ziel- und lösungsorientiert. Mit Mut, Hingabe, Struktur und Offenheit will ich mein Departement führen. Zusätzlich werde ich die Inhalte meines Betriebswirtschaftsstudiums (in Ausbildung) miteinbringen können, damit wir auch in der Standortförderung die/den zukünftigen City-Manger*in nicht ziellos machen lassen müssen.

Was läuft in Bremgarten noch nicht wie es sollte und wie wollen Sie das ändern?

Die Bedürfnisse der Mitmenschen werden oftmals nicht befriedigt und es wird ihnen nicht zugehört. Ich will der Bevölkerung eine Plattform für den Austausch bieten, indem ich monatlich in verschiedenen Lokalen den Bürger*innen zuhöre (Bürgerkaffee). Projekte werden teilweise ohne die nötige Weitsicht initialisiert, den Mitmenschen vorgelegt und durchgeführt, zum Beispiel sind die Unterflurcontainer in der Unterstadt zu klein. Ich will, dass bei den Projekten immer die Ziele und der Nutzen klar ersichtlich sind.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Bremgarten in der nächsten Legislatur?

Generell fehlt es an einer Vision für Bremgarten mit dem Ortsteil Hermetschwil-Staffeln. Ich bin froh, dass dies von zwei Mitstreitern ebenfalls erkannt wurde. Denn ohne Vision gibt es kein Leitbild und keine langfristigen Ziele. Weiter merke ich, dass zu wenig auf die Bedürfnisse der Bewohner*innen eingegangen wird. Um dies zu ändern, möchte ich ein Bürgerkaffee etablieren. Grosse Herausforderungen sehe ich in den Bereichen Entsorgungskonzept, Standortförderung, Einbindung Unterstadt, Bevölkerungszuwachs, E-Mobilität, sowie in der Umwelt-, Energie- und Klimapolitik, zudem müssen die Finanzen langfristig im Lot gehalten werden. Eine der grössten Herausforderungen wird die BNO Gesamtrevision sein. Damit legen wir die Weichen für die Zukunft.

Wie sehen Sie den Zustand Ihrer Gemeinde in zehn Jahren?

Es stehen wichtige, zukunftsweisende Veränderungen für Bremgarten an, die entscheiden werden, in welche Richtung unsere Stadt gehen wird. Ich sehe die aktuelle Zusammensetzung des Stadtrats in Bezug auf die Zukunft der Stadt als nicht ideal an. Wird so weitergemacht wie bisher, dann bleibt das Casinoprojekt für alle Seiten unbefriedigend, die Steuerfussfrage wird nicht gelöst sein und die/der City-Manager*in wird ziellos umherirren und viel kosten.

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