Reussstadt
Bitte Tauben nicht füttern – Bremgarten und seine Probleme mit den lieben Vögeln

Die gefiederten Freunde sind im Reussstädtchen nicht eben beliebt: Seit Jahren sind es immer wieder Vögel, die Bremgarten plagen. Ob es nun um Krähen geht oder um Tauben, sie alle scheinen das Städtchen zu mögen. Umgekehrt hingegen ist das nicht der Fall, wie ein neuer Aufruf der Stadt zeigt.

Andrea Weibel
Merken
Drucken
Teilen
In Bremgarten sind die Tauben unbeliebt – und sollen bitte nicht gefüttert werden, schreibt der Stadtrat.

In Bremgarten sind die Tauben unbeliebt – und sollen bitte nicht gefüttert werden, schreibt der Stadtrat.

Foto: Juri Junkov

Immer wieder sind sie in den Schlagzeilen: Bremgarten hat Probleme mit Krähen oder ruft die Bevölkerung auf, bitte die Tauben nicht zu füttern. Einzig die Probleme mit den Schwänen und dem Flamingo hatte nicht das Städtchen, sondern die nahe gelegene Gemeinde Rottenschwil am Flachsee vor einigen Jahren.

Jetzt, wo die Restaurants wieder offen sind und auch das sommerlich warme Wetter die Leute in die Gartenbeizen lockt, ermahnt der Stadtrat einmal mehr: Bitte die Tauben nicht füttern. Er schreibt:

«Tauben zu füttern führt zu einer Überpopulation des Bestands.»
Nicht nur die Tauben, auch die Krähen verkoten in Bremgarten den Boden.

Nicht nur die Tauben, auch die Krähen verkoten in Bremgarten den Boden.

Foto: Marc Ribolla (25.5.2020)

Dies verursache wiederum weitergehende Probleme bei den Tauben wie Krankheiten und Parasitenbefall. Taubenkot könne zudem Krankheitserreger enthalten, und «diese können auf Menschen übertragen werden. Das geschieht insbesondere durch Kotstaub», heisst es in den Stadtratsnachrichten. «Parasiten können Menschen als Wirte befallen, wenn sie in Wohnräume gelangen. Ebenso können Käfer, Motten und Fliegmaden als gefürchtete Materialschädlinge einen Schädlingsbefall auslösen.

Darum hält der Bremgarter Stadtrat ganz klar fest:

«Zum Wohl der Tauben und als wesentlicher Beitrag zum Tierschutz wird die Bevölkerung gebeten, auf das Füttern der Tauben zu verzichten.»