Widen
Breite Koalition ergreift Referendum fürs Fusionsprojekt «Zukunft Mutschellen»

Die Gemeindeversammlung von Widen sagte Nein zum Kredit für die Ausarbeitung eines Fusionsvertrags mit Berikon und Rudolfstetten. Jetzt werden Unterschriften gegen den Entscheid gesammelt.

Dominic Kobelt
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Sarah Steinmann und Nicolas Winkler sammeln Unterschriften für das Referendum.

Sarah Steinmann und Nicolas Winkler sammeln Unterschriften für das Referendum.

Dominic Kobelt

Eine Woche ist es her, seit Berikon, Rudolfstetten und Widen über einen Kredit zur Ausarbeitung eines Fusionsvertrags abgestimmt haben. Nachdem Widen als einzige Gemeinde relativ überraschend abgelehnt hat, hat sich in der Zwischenzeit eine breite Koalition gebildet, die das Referendum anstrebt. «Wir konnten beide nicht an der Versammlung teilnehmen. Als wir dann von unseren Eltern gehört haben, dass Widen abgelehnt hat, waren wir sehr überrascht», erzählt Nicolas Winkler, der zusammen mit seiner Kollegin Sarah Steinmann beschlossen hat, das Referendum zu ergreifen. «Wir haben uns noch am selben Abend ausgetauscht und beschlossen, Unterschriften zu sammeln», bestätigt Steinmann. Auch Adrian Hunziker, der gegenüber der az bereits ein Referendum in Aussicht stellte (az vom 15. Februar), hat sich mit den beiden zusammengetan.

Winkler und Steinmann stehen zudem in Kontakt mit Parteien. Die FDP und die Grünen – zwei Parteien, die sonst eher selten am gleichen Strick ziehen, – unterstützen die Bestrebungen der beiden Studenten ebenfalls. «Für uns ist sehr positiv, dass die Unterstützung durch ein breites politisches Spektrum reicht», sagt Winkler. Sind damit die nötigen rund 260 Unterschriften schon fast zusammen? «Nein, wir müssen uns anstrengen. Aber es ist machbar, wir sind sicher, dass wir damit nicht gegen eine Wand laufen. Wir haben auch schon viele positive Rückmeldungen bekommen», sagt Steinmann.

Winkler ergänzt: «Wir möchten die Fusions-Gegner keineswegs vor den Kopf stossen. Wir finden nur, ein so wichtiger Entscheid sollte breiter abgestützt sein. Für uns ist wichtig, dass der Vertrag ausgearbeitet wird, damit man sich eine konkretere Vorstellung machen kann, was eine Fusion bedeuten würde.» Dies würde auch den Diskurs über eine mögliche Fusion fördern.

Zwei Sammeltage

Stimmt es, dass die ältere Generation an der Gemeindeversammlung übervertreten war? «Ja, das ist bei den meisten Gemeindeversammlungen so», sagt Steinmann. «Schriftlich abzustimmen, ist sicher einfacher, als sich einen Abend für eine Gemeindeversammlung freizuhalten.»

Am letzten Samstag fand ein erstes Treffen der Interessengemeinschaft statt. Am 25. Februar und am 4. März werden bei der Entsorgungsstelle in Widen Unterschriften gesammelt.

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