Boswil
Personalmangel bei der Gemeindeverwaltung: Fast die Hälfte aller Stellen sind nicht besetzt

In drei Abteilungen der Gemeinde Boswil fehlt aktuell Personal. Übergangslösungen konnten bereits gefunden werden, trotzdem kommt es zu Verzögerungen bei Anliegen aus der Bevölkerung.

Melanie Burgener
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Bei der Gemeindeverwaltung Boswil gibt es derzeit drei offene Stellen in verschiedenen Abteilungen.

Bei der Gemeindeverwaltung Boswil gibt es derzeit drei offene Stellen in verschiedenen Abteilungen.

Marc Ribolla

Fast die Hälfte aller Stellen auf der Gemeindeverwaltung Boswil sind aktuell nicht besetzt. Wie die Gemeinde am Dienstagmorgen mitteilte, handelt es sich dabei um 330 Stellenprozente, die aktuell auf der Verwaltung und dem regionalen Steueramt Boswil-Bünzen-Besenbüren offen sind.

«Momentan fehlen bei uns drei Leute. Insgesamt hätten wir 800 Stellenprozente», bestätigt Gemeindeschreiber Roger Rehmann auf Anfrage der AZ. Das sei nicht so viel, wie es auf den ersten Blick wirke, sagt er. Trotzdem müssen die Boswilerinnen und Boswiler in nächster Zeit bei der Behandlung ihrer Anliegen mit Verzögerungen rechnen. Rehmann erklärt:

«Es gibt jeweils eine Vakanz auf der Kanzlei, in den sozialen Diensten und auf dem regionalen Steueramt.»

Dass gleich in allen drei Abteilungen Personal fehle, sei nicht die Norm, sondern reiner Zufall.

Die Stelle auf der Gemeindekanzlei sei erst seit rund zehn Tagen wegen einer Kündigung wieder frei zur Besetzung. «Für die sozialen Dienste hat die Gemeindeversammlung im Juni eine Stellenaufstockung bewilligt. Für dieses zusätzliche Pensum konnte bisher noch niemand gefunden werden», erklärt Rehmann.

Regionales Steueramt seit über einem Jahr von Externen unterstützt

Einzig die Stelle auf dem regionalen Steueramt wird bereits seit über einem Jahr extern betreut. Die zuständige Person sei zuerst krankheitshalber, dann wegen ihrer Schwangerschaft ausgefallen, so der Gemeindeschreiber. In ihren Nachrichten schreibt die Verwaltung:

«Damit die anfallenden Arbeiten ordnungsgemäss erledigt werden können, hat der Gemeinderat externe Hilfen beauftragt.»

In allen drei Fällen konnte bereits eine Übergangslösung gefunden werden, wie Roger Rehmann mitteilt. «Jedoch entsprechen sie nicht den vollen Stellenprozenten, die es bräuchte. Das heisst für uns, dass wir unsere Geschäfte in nächster Zeit priorisieren müssen», sagt er.

Die offenen Stellen werden in den kommenden Tagen ausgeschrieben. «Es ist uns wichtig, dass wir dabei den ordentlichen Weg gehen», betont Roger Rehmann.

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