Bettwil
«Bomben auf Bettwil!»: Linksautonome und Juso demonstrieren in Bettwil

Jungsozialisten und Linksautonome haben in Bettwil gegen die Bevölkerung und deren «Menschenhetze» im Asyl-Streit mit dem Bund protestiert. Die Bettwiler verfolgten die Aktion nur als Zaungäste oder blieben auf Anraten des Gemeinderates zu Hause.

Pascal Meier
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«Bettwil, wir sind da, autonome Antifa», hallt es durch die Strassen. Rund 40 Demonstranten ziehen mit Musik und Fahnen zum Gemeindehaus und hinterlegen dort eine Protestnote, in der das Verhalten der Bevölkerung im Kampf gegen die Asylunterkunft kritisiert wird.

Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Unter den Teilnehmenden sind viele vermummte Linksautonome.
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"Bomben auf Bettwil": Linke demonstrieren gegen Bevölkerung
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Der Protestzug zieht Richtung Gemeindehaus.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Die Juso kritisiert vor allem die Bettwiler Freudenfeier über den Sieg gegen den Bund von vergangener Woche.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Plakat vor dem Gemeindehaus.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Plakat vor dem Gemeindehaus.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Plakative Aussagen auf Papier.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Die Bettwiler Bevölkerung verfolgt die Protestaktion als Zaungäste.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Mit Kreide werden Parolen auf die Strasse gemalt.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Die Jugendlichen im Dorf lassen sich von den Demonstranten nicht provozieren.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Demonstrationszug durch das Dorf.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Demonstrationszug durch das Dorf.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Demonstrationszug durch das Dorf.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Bettwiler verfolgen das Geschehen aus der Ferne.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Der Demonstrationszug zieht nach Fahrwangen weiter.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Der Demonstrationszug zieht nach Fahrwangen weiter.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Der Regionalbus Lenzburg kommt nicht an den Demonstranten vorbei und lässt Passagiere aussteigen.
Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Die Demonstranten kurz vor Fahrwangen, wo diese 100 Meter vor dem Meitlisonntag-Umzug gestoppt werden. Dort endet der friedliche Protest.

Juso und Linksautonome demonstrieren in Bettwil Unter den Teilnehmenden sind viele vermummte Linksautonome.

Pascal Meier

Aufgerufen zur Demonstration hatten linke Gruppierungen aus Basel, darunter Vertreter der Juso Basel-Stadt sowie des Grünen Bündnisses. «Wir haben Probleme, weil bei uns Asylplätze fehlen - der Aargau soll auch seinen Beitrag leisten», sagt Sarah Wyss, Präsidentin der Juso Basel Stadt. «Wir Grossstädter möchten Bettwil sagen, dass man gut mit Asylsuchenden zusammenleben kann.»

Bettwiler als «Nazis» beschimpft

Dem Protestruf aus Basel sind auch die Aargauer Jungsozialisten gefolgt. «Es geht uns nicht darum, ob eine Asylunterkunft in Bettwil Sinn macht», sagt Florian Vock, Präsident der Juso Aargau. «Wir sind entsetzt, wie die Bettwiler mit Freudentänzen die Verhinderung der Asylunterkunft gefeiert haben.» Dass sich auch Linksautonome dem Protest angeschlossen haben, ist für Vock kein Problem. «Es ist jeder willkommen und wir haben abgemacht, friedlich zu bleiben.»

Der Protest verläuft ohne Zwischenfälle, auch wenn vermummte Linksautonome die Bettwiler als «Nazis» beschimpfen und «Bomben auf Bettwil» rufen. Die Reaktion darauf fällt jedoch mager aus: Fensterläden sind verschlossen, Strassen mit Ausnahme des grossen Polizeiaufgebots wie leer gefegt und die Protestplakate gegen die Asylunterkunft über Nacht verschwunden.

Nur ein paar Jugendliche verfolgen als Zaungäste den Demonstrationszug, lassen sich aber nicht provozieren. Der Appell des Gemeinderats zeigt damit Wirkung: Die Bettwiler sind Zuhause geblieben. Und wer draussen ist, lässt die Demonstranten wortlos vorbeiziehen.