Bremgarten
Blumenkistli mit Kinderzeichnungen schmücken neu die Altstadt

Das Städtli soll durch gezielte Verschönerung attraktiver werden. Dazu überrascht Bremgarten Tourismus mit einer blumigen Aktion, an der auch Primarschüler beteiligt sind.

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Blumenkistli Bremgarten

Blumenkistli Bremgarten

zvg

Die Altstadt mit Blumenschmuck farbiger und freundlicher zu gestalten, ist eine der Ideen von Bremgarten Tourismus, um die Anziehungskraft für Besucher zu steigern. «Es müssen ja nicht immer neue Plätze oder andere Grossprojekte sein, die das Städtli verschönern – oft haben auch kleine Massnahmen schon grosse Wirkung» meint Vereinspräsident Stephan Troxler.

Bei der neusten Aktion ist das schmideiserne Geländer, welches am Bogen den alten tieferliegenden Strassenabschnitt vom neueren Teil trennt, mit Blumen verziert worden, wie der Verein mitteilt. Der Bremgarter Grafiker Peter Spalinger beriet die Touristiker grafisch, Künstler Martin Hufschmid aus Fischbach-Göslikon setzte die komplizierte Befestigungstechnik der Blumenkisten technisch und künstlerisch um.

Die zur Befestigung notwendige Metallplatte über die Querstreben bot sich zudem für eine künstlerische Verzierung an. Bremgarter Kindergärten und 1. sowie 2. Primarschulen wurden deshalb um einfache Kinderskizzen gebeten, welche noch kurz vor dem schulischen Lockdown eingereicht wurden. Hufschmid konnte 30 geeignete Zeichnungen auslesen und mit dem Plasmabrenner ans Werk gehen. Es entstanden abstrakte, lustige Kinderwerke, welche jede der Platten zu Unikaten machen und zum Schmunzeln anregen.

Erst die Hälfte der Blumenkistli montiert

Noch haben nicht alle Geländerabschnitte ein Kistli. Der projektverantwortliche Tschösy Meier (Bremgarten Tourismus) sagt: «Um die Anwohner, Gewerbetreibenden und Besucher nicht gleich im Blumenmeer zu ertränken, haben wir diesen Frühling erst die Hälfte der Installationen montiert.» Die zweite Charge liege im Werkhof bereit und könnte nächsten Frühling ebenfalls montiert werden.

Auch die Bepflanzung wurde von einem Bremgarter vorgenommen. Ondrej Vystrcil vom Blumengeschäft «Meisterflorist T&O» übernahm die Pflanzenauslese und Bepflanzung. Die Stadt unterstützt das Vorhaben von Bremgarten Tourismus und leistet auch ihren Beitrag: Der Werkhof wird zukünftig den Auf- und Abbau, die Bepflanzung und die Bewässerung der Kistli übernehmen.

Trotz grossen Goodwills aller Beteiligten kostet das Projekt Bremgarten Tourismus rund 7000 Franken. Zu Buche schlug die spezielle, kostspielige Aufhängevorrichtung, welche zuerst ertüftelt und genehmigt werden musste. «Der Vorstand von Bremgarten Tourismus hofft, auch die Anwohner und Ladenbesitzer der Altstadtgassen mit der Blumenfreude anzustecken», heisst es weiter.