Marlen Dubler wurde um 00:30 Uhr von einem lauten Knall aus dem Schlaf gerissen. Sie staunte nicht schlecht, als vor ihrem Haus in der Ehrunsbachstrasse ein riesiges zerknülltes Dach lag. Noch immer wütete das Unwetter: „Der Himmel war gelblich dunkel, sicher zwanzig Minuten lang."

Erst am nächsten Morgen wurde ersichtlich, was genau passierte. Das Blechdach flog in zwei Teilen über die Dächer: Ein Teil verfehlte haarscharf den Wintergarten der Nachbarin, der andere Teil krachte 10 Meter weiter in die Heckscheibe des Autos von Familie Dubler und begrub ihren Briefkasten unter sich. Der Sohn von Marlen Dubler: „Sowas habe ich noch nie erlebt."

Bereits am Vormittag war Spengler Rolf Lehmann dabei, das Dach mit einer Säge in kleinere Stücke zu zerteilen.

Doch nicht nur die Dächer, auch die Wände der Ehrlunsbachstrasser Häuser zeugen von einem gewaltigen Sturm: Die Hagelkörner haben faustgrosse Löcher in die Fassaden geschlagen.